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Einkommenssteuer Progressionsvorbehalt Splittingtarif


15.03.2018 10:59 |
Preis: 100,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von



Folgender Fall:

Es geht um die Einkommensteuerberechnung mit Progressionsvorbehalt für das Jahr 2015 für ein verheiratetes zusammenveranlagtes Ehepaar aus Niedersachsen:

Folgende Daten nehmen wir an:

Ehemann A: Bruttoarbeitslohn 30.672, abzgl. aller Aufwendungen, zu versteuern 23.804 €
Ehefrau B: steuerpflichtiger Teil der Rente 4.865 €

wäre ohne Progressionsvorbehalt ein zu versteuerndes Gesamteinkommen von 28.669 €, was nach der splittingtabelle für das Jahr 2015 einen Betrag von 2.314 € ergeben würde...

Da die Ehefrau Rente bezieht wird jedoch mMn die Einkommenssteuer mit Progressionsvorbehalt berrechnet...

Was ich jetzt nicht verstehe (Der Bescheid des Finanzamtes):

Das FA hat richtigerweise die Beträge von A+B als gemeinsames zu versteuerndes Einkommen zusammengerechnet (28.669 €) und die Steuer aber folgendermaßen berechnet:

"zu versteuern mit Progressionsvorbehalt nach dem Splittingtarif mit 13,2508% aus 28.669 €" und eine Einkommenssteuer iHv 3.798 € festgesetzt...

Kann mir das jemand erklären?

Weil ich dachte, dass die Steuer unter Progressionsvorbehalt so gerrechnet wird:

A+B= 28.669 € als fiktives zvE
Splittingtarif wären dann (2314 € / 28669 € * 100) = 8.0714 % erhöhter Steuersatz
bedeutet für Ehemann A = 23.804 € * 8.0714 / 100 = 1.921,31 € als festzusetzende Einkommenssteuer...

Ich dachte dass der Progressionsvorbehalt so bestimmt ist, dass die Ersatzleistungen fiktiv zum Lohn zugerechnet werden um den Besteuerungssatz zu errechnen, dieser Steuersatz aber nur auf den erwirtschafteten Lohn angewandt wird. (erhöhter Steuersatz)

Leider ist mit dem Finanzamt nicht zu reden. Angeblich wäre alles richtig, die würden das seit Jahren so praktizieren. Es kann doch aber nicht angehen, dass selbst wenn man die Einkommen voll zusammenlegt, dass das Finanzamt ca. 50% mehr festsetzt als der Splittingtarif vorgibt?

Oder irre ich mich?

Einsatz editiert am 15.03.2018 14:59:03

Einsatz editiert am 15.03.2018 15:12:46

Einsatz editiert am 16.03.2018 14:37:16

Einsatz editiert am 19.03.2018 09:06:32
19.03.2018 | 13:10

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

die Wirkungsweise des Progressionsvorbehaltes haben Sie grundsätzlich richtig verstanden. Jedoch ist die Rente keine unter § 32b EStG fallende Einkunftsart. Darunter fallen in erster Linie nur Lohnersatzleistungen wie z.B. ALG I, Krankengeld oder Mutterschaftsgeld. Die Rente kommt mit ihrem zu besteuerndem Anteil dagegen voll in die Bemessungsgrundlage für das zu versteuernde Einkommen. Von daher ist die Berechnung des Finanzamtes korrekt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Falk-Christian Barzik, Diplom-Finanzwirt (FH)

Nachfrage vom Fragesteller 19.03.2018 | 15:00

Sehr geehrter Herr Barzik,

vielen Dank für ihre Antwort. Leider kann ich die Antwort nicht ganz nachvollziehen oder sie haben meine Frage missverstanden.

Wenn die Rente voll die in Besteuerungsgrundlage kommt, dann frage ich mich wozu der Progressionsvorbehalt im Bescheid des Finanzamtes benötigt wird.

Wenn die Rente voll besteuert wird dann hätten wir folgende Konstellation:

A+B= zu versteuerndes Gesamteinkommen 28.669 €, wonach gem. Splittingtabelle 2015 die Steuerlast 2.314,00 € beträgt.

Der Becheid des Finanzamtes für das Jahr 2015:

"zu versteuerndes Einkommen 28.669

zu versteuern mit Progressionsvorbehalt nach dem Splittingtarif 13,2508% aus 28.669

und setzt eine Steuerlast von 3.798 € fest."

Wie kann ich den Bescheid des Finanzamtes dann verstehen und wie hoch wäre die tätsächliche Steuerlast?

Ehemann A: Bruttoarbeitslohn 30.672, abzgl. aller Aufwendungen, zu versteuern 23.804 €
Ehefrau B: steuerpflichtiger Teil der Leibrente 4.865 €

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.03.2018 | 15:04

Schicken Sie mir den Steuerbescheid einmal als Scan an info@ra-fcb.de

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