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Einklagen an der Fachhochschule?

11.07.2004 12:05 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Regine Filler


Da ich höchstwahrscheinlich für das WS2004 im Studiengang Informatik keine Zulassung erhalte will ich mich jetzt mal über das Einklagen informieren.

Wie hoch sind die Chancen einen Platz zu kriegen?

An welchen Anwalt muss ich mich wenden? (Fachgebiet)

Wie hoch werden wohl die gesamten Kosten werden?

Ist das überhaupt an einer Fachhochschule möglich? (Bewerbungen laufen direkt über die Fachhochschule und nicht über ZVS)

Wäre super wenn mir jemand helfen könnte.

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Rechtsanwaltskanzlei Filler
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de




Einklagen an der Fachhochschule

In Beantwortung Ihrer Fragen teile ich Ihnen folgendes mit:

1. und 4.
Wie hoch Ihre Chancen sind, einen Platz zu bekommen, wenn Sie den Rechtsweg beschreiten, lässt sich leider ohne Weiteres nicht beantworten.

Es handelt sich um einen Studiengang der örtlich zulassungsbeschränkt ist. Es sind daher die Vorschriften der Hochschule für das örtliche Auswahlverfahren zu Rate zu ziehen. Ein „Einklagen“ ist hier genauso möglich wie bei der ZVS.

Hier kann es bereits sein, dass die örtlichen Vorschriften nicht rechtmäßig sind, weil sie beispielsweise keine Härteklausel beinhalten. Grundsätzlich ist jedoch davon auszugehen, dass die Vorschriften an sich rechtsmittelfest sind

Wahrscheinlicher ist, dass die Vorschriften über die Auswahl bei örtlichen Beschränkung nicht rechtmäßig angewendet wurden. An dieser Stelle ist auf den Einzelfall abzustellen. Entscheidend sind oft Fragen bezüglich der anzurechenden Wartezeit oder dem Vorliegen besonderer Härten. Hier kann oftmals ein Sonderantrag gestellt werden, diese auswahlentscheidenen Kriterien zu verbessern (Sonderantrag).

2.
Der „richtige“ Anwalt ist der Anwalt, der sich mit Verwaltungsrecht beschäftigt.

3.
Davon ausgehend, dass Sie bereits einen Zulassungsantrag gestellt haben und nunmehr einen ablehnenden Bescheid erwarten werden bei der Beauftragung eines Rechtsanwaltes für das Hauptsacheverfahren Gebühren in Höhe von 318,50 € (bei einem Streitwert von 4000 €) anfallen. Bei einem Eilverfahren kommen Gebühren in Höhe von 332,50 € (bei einem Streitwert in Höhe von 2000 €) zustande.

Für weiteren Fragen und juristischen Rat stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

In der Hoffnung Ihnen durch meine Auskunft geholfen zu haben, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

(Regine Filler)
Rechtsanwältin


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