Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Einjähriger Auslandsaufenthalt in Norwegen - Abmeldepflicht in BRD?

13.04.2011 20:36 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Sehr geehrter Rechtsanwalt,
ich werde für ein Jahr befristet in Norwegen als Angestellter (von norwegischem Arbeitgeber angestellt)arbeiten. In diesem Jahr wohne ich in Norwegen bei meiner Lebensgefährtin und möchte meine Wohnung in Deutschland (Hessen) behalten. Ebenso würde ich gerne mein Auto auf mich zugelassen in Deutschland belassen. Ich würde daher gerne meinen Wohnsitz in Deutschland behalten und mich (selbstverständlich) auch in Norwegen anmelden. Das Finanzamt teilte mir telefonisch mit, dass es steuerlich kein Problem sei - da es ja das Doppelbesteuerungsabkommen mit Norwegen gibt. Das Einwohnermeldeamt erteilte mir telefonisch die Auskunft, dass ich mich, wenn ich mich länger als drei Monate im Ausland aufhalte, abmelden muss! Dies hätte jedoch meines Wissens zur Folge, dass ich auch mein Auto abmelden muss und eventuell auch Schwierigkeiten hätte Versicherungen (priv. Haftpflicht, Unfall etc.) zu behalten. Meine Frage ist daher, ob es möglich ist bei einem vorübergehenden Aufenthalt im Ausland den Wohnsitz in Deutschland zu behalten? Außerdem würde mich interessieren, welche steuerrechtlichen Konsequenzen mich erwarten?
Freundliche Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Wer aus einer Wohnung auszieht und keine neue Wohnung im Inland bezieht, hat sich innerhalb einer Woche bei der Meldebehörde abzumelden, das ist nach dem hessischen Meldegesetz so geregelt.

Der Zeitraum von drei Monaten erscheint mir auch plausibel (und konnte ich auch derart recherchieren), insbesondere bei einem Jahr Auslandsaufenthalt nicht nur von einer vorübergehenden Abwesenheit auszugehen ist.

Es entstehen keine Verwaltungskosten.

Anders kann dieses aber sein, wenn Sie gelegentlich nach Deutschland zurückkehren (können), dann kann etwa eine Wohnung unter Umständen beibehalten werden.

Zum Steuerrecht:

Hier eine Anmerkung des Bundesfinanzministeriums zum Doppelbesteuerungsabkommen:

"Doppelbesteuerungsabkommen sind völkerrechtliche Verträge, mit deren Hilfe die Staaten vermeiden, dass bei demselben Steuerpflichtigen dieselben Einkünfte für denselben Zeitraum durch gleichartige Steuern mehrfach belastet werden. Dies geschieht einerseits dadurch, dass der Staat, aus dem Einkünfte stammen (Quellenstaat), die Besteuerung zugunsten des Wohnsitzstaates des Beziehers der Einkünfte zurücknimmt oder einschränkt, und andererseits dadurch, dass der Wohnsitzstaat Einkünfte, die im Quellenstaat besteuert werden können, von seiner Besteuerung freistellt oder dass er die auf diese Einkünfte entfallende ausländische Steuer auf seine Steuer anrechnet."

Größere Probleme sind also in der Tat damit nicht verbunden.

Ggf. empfehle ich aber eine gesonderte steuerliche Beratung, was leider über eine Erstberatung hinausgeht.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Nachfrage vom Fragesteller 13.04.2011 | 21:43

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt
leider hilft mir ihre Antwort nicht viel weiter - soweit hatte ich im Internet auch bereits recherchiert! Mir ist nicht klar, was genau in diesem Zusammenhang Ausziehen bedeutet? Ich miete die Wohnung weiterhin an und alle meine Möbel stehen darin. Reicht es nicht, eine Wohnung in Deutschland gemietet zu haben und damit auch den Wohnsitz weiterhin in Deutschland zu haben?
Freundlicher Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.04.2011 | 21:57

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne werde ich meine Ausführungen wie folgt ergänzen:

Die Anmietung und Ausstattung der Wohnung reicht meines Erachtens nicht aus, da gilt:

Wohnung im Sinne des hess. Meldegesetzs ist jeder umschlossene Raum, der zum Wohnen oder Schlafen "benutzt" wird.
Entscheidend ist diese Benutzung und der Lebensmittelpunkt, der durch diese Benutzung entsteht - oder nicht.

Die nach rein quantitativer Betrachtung vorwiegend benutzte Wohnung ist die Hauptwohnung (in Abgrenzung zur Nebenwohnung) oder auch bei einem Umzug ins Ausland (in Abgrenzung zur Wohnung im Inland).

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70954 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Prima Service ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Kurze und aussagefähige Antwort, und darüber hinaus noch wertvolle Tips für das eigene Vorgehen - sehr empfehlenswert! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort vom Anwalt hat mir sehr weitergeholfen. Hat sich gelohnt für wenig Geld einen Anwalt hier zu kontaktieren. ...
FRAGESTELLER