Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
478.661
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Einhaltung der Kündigungsfrist in der Probezeit?


14.01.2010 11:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Guten Tag,

ich habe Anfang des Monats ein Arbeitsverhältnis begonnen und möchte dies nun schnellstmöglich kündigen.

Im Vertrag sind folgende Dinge vereinbart:

§ Tätigkeitsbeginn:
Das Arbeitsverhältnis beginnt am ... mit einer Probezeit von 6 Monaten.

§ Dauer des Vertrages
Der Vertrag beginnt am ... und wird auf unbestimme Zeit abgeschlossen.
Das Vertragsverhältnis kann von jeder Partei unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende gekündigt werden.


Es befindet sich keine Angabe zur Kündigungsfrist in der Probezeit im Vetrag

Die Frage ist nun ob die gesetzliche Kündigungsfrist von 2 Wochen innerhalb der Probezeit greift oder ob die 4 Wochen zum Monatsende auch für die Probezeit gelten.
Dies ist sehr entscheidend ob 4 Wochen zum Monatsende oder 2 Wochen ab Kündigungstag.

Ich habe verschiedenen Antworten von Anwälten bezüglich §622 BGB 3 in diesem Portal gelesen, ich muß nun verbindlich wissen ob ich mit meinem Vertragsverhältnis auf die verkürzte Kündigungsfrist von 2 Wochen zugreifen kann oder 4 Wochen warten muß. Welche Möglichkeiten habe ich schnell aus dem Arbeitsverhältnis rauszukommen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,


hier werden Sie die vierwöchige Kündigungsfrist einhalten müssen, da diese für beide Seiten in dem Arbeitsvertrag vereinbart worden ist.

Die von Ihnen schon genannte Vorschift des § 622 BGB ist eine sogenannte "Kann-Vorschrift", so dass auch einzelvertraglich von dieser zweiwöchigen Frist abgewichen werden kann (LAG RhPf, NZA 2000, 258); und genau ist nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung dadurch geschehen, dass hier diese vierwöchige Frist auch eindeutig auf die Probearbeitszeit bezogen worden ist, da das Vertragsverhältnis ja schon mit der Probezeit beginnt.

Sofern ein Aufhebungsvertrag (mit Einverständnis des Arbeitgebers) nicht möglich ist, bleibt Ihnen nur die fristlose Kündigung übrig, sofern ein solch wichtiger Grund vorliegt, der Ihnen das Einhalten der vierwöchigen Kündigungsfrist unzumutbar machen würde.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59764 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
3,2/5,0
Hilfreiche Antwort, die etwas ausführlicher hätte sein können. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
klar und schnell - jederzeit wieder!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage wurde sehr verständlich zu 100% beantwortet. Dankeschön! ...
FRAGESTELLER