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Eingliederung in die Schadensfreiheitsklasse KFZ Versicherung

28.09.2011 11:59 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Guten Tag,
ich habe folgendes Problem: meine Einstufung Anfang 2010 bei meiner KFZ-Versicherung betrug SF 7, 50% der Versicherungssumme.(Versicherung: AXA) Am 13.10.2010 erfolgte ein Schaden (er schlug mit ca.1500 E zu Buche), dann erfolgte (leider) ein zweiter Unfall am 30.10.2010, den ich getreu der Versicherung meldete. Dieser Unfallschaden betrug 0 €!!!
zur Erklärung: Ich hatte mit meinem Aussenspiegel bei einem Baustellenfahrzeug (mein Unfallgegner) einen Kratzer im Heck in einer Baustelle produziert, der Besitzer des Fahrzeugs (mein Unfallgegner) bestätigte mir ein paar Tage später, daß er diesen "Schaden" nicht beseitigen lassen würde. Trotzdem wurde ich zu Beginn 2011 in SF 1/2 mit 115% Versicherungssumme veranschlagt. Dann erfolgte im Juni 2011 ein weiterer Unfall, und die AXA kündigte meine Versicherung. Nun bin ich bei der DA versichert. Nun meine Frage: ist diese Vorgehensweise rechtens, und was sollte ich tun?
mit freundlichen Grüßen
eine Rat suchende

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Grundsätzlich ist die Rückstufung der Versicherung von SF 7 auf SF ½ korrekt, da Sie zwei Schäden in 2010 gemeldet haben. Entscheidend ist nämlich leider nicht die Schadenshöhe, sondern allein die Anzahl der gemeldeten Schäden. Die Rückstufungstabelle finden Sie beispielsweise hier: http://www.ratgeber-geld.de/versicherung/autoversicherung/rueckstufungstabelle.html

Es besteht aber die Möglichkeit des Schadensrückkaufs. Beträgt der Schaden unter 500,- EUR, ist der Versicherer in der Regel dazu verpflichtet, seinen Kunden über die Rückkaufsmöglichkeit zu informieren. Der Kunde hat dann 6 Monate Zeit, den Schaden der Versicherung zu erstatten. Haben Sie einen solchen Hinweis nicht erhalten haben, sollten Sie bei der Versicherung nachfragen, ob hier überhaupt eine Zahlung an den Geschädigten erfolgt ist. Ist keine Zahlung erfolgt, kann die Versicherung zwar möglicherweise zunächst einen angemessenen Betrag zurückstellen, da bis zur Verjährung der Ansprüche des Geschädigten (regelmäßige Verjährungsfrist 3 Jahre) ja noch eine Geltendmachung des Schadens erfolgen kann. Sollte dies aber nicht geschehen, können Sie dann m.E. rückwirkend eine Wiederhochstufung und Rückzahlung der zuviel gezahlten Prämien verlangen. Verweigert die Versicherung diesbezüglich die Kooperation, können Sie sich auch an den Ombudsmann für Versicherungen wenden (http://www.versicherungsombudsmann.de).

Unabhängig davon steht beiden Vertragspartnern nach Eintritt eines Schadens ein Sonderkündigungsrecht zu, so dass die Kündigung durch die Versicherung rechtmäßig erfolgt sein dürfte.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen

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