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Eingetragenes Wohnrecht


26.01.2005 11:18 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke



Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,
wir sind verheiratet, mein Mann ist selbstständig, das von uns bewohnte EFH ist Eigentum meines Mannes, die finanzierende Bank steht im Grundbuch an erster Stelle. Wir wollen dieses Haus nun vermieten und eine zweite Immobilie anschaffen, die von uns eigengenutzt wird und in deren Grundbuch kein Eintrag einer Bank stehen wird. Wir wollen verhindern, dass dieses Eigentum vielleicht irgendwann einmal einer Zwangsversteigerung zum Opfer fällt; welche Möglichkeiten bieten sich hier? Wir dachten an ein eingetragenes lebenslanges Wohnrecht für unseren gemeinsamen Sohn (2 Jahre alt). Ist das möglich und wenn ja, was gibt es dabei zu beachten?
Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst einmal werden Sie nicht erreichen können, dass die Immobilie niemals in die Zwangsvollstreckung gerät. Solange Sie Eigentümer sind, und die Immobilie damit in Ihr Vermögen fällt, wird die Immobilie auch immer herangezogen werden können, wenn gegen Sie eine Zwangsvollstreckung betrieben wird.
Dies istg unabhängig davon, ob für einen Gläubiger ein Sicherungsrecht wie eine Hypothek oder Grundschuld eingetragen ist. Dies sind ja nur vorrangige Sicherungsrechten, aus denen sich die unmittelbare Haftung der Immobilie ableitet; allgemein haftet die Immobilie aber immer dort mit, wo Sie für Verbindlichkeieten mit Ihrem Privatvermögen haften.

Eine Möglichkeit, für Ihren Sohn ein lebenslanges Wohnrecht zu etablieren gibt es aber durchaus. Sie können nämlich zugunsten Ihres Sohnes einen auf lebenslanges Wohnrecht gerichteten Nießbrauch errichten und in des Grundbuch eintragen lassen. Dieser belastet die Immobilie unabhängig von den Eigentumsverhältnissen. So bleibt er also nicht nur bei einer rechtsgeschäftlichen Eigentumsübertragung (also vor allem Verkauf) bestehen; er ist auch "zwangsversteigerungssicher", behält also auch bei einer Zwangsversteigerung Bestand.

Sie müssen aber im Auge behalten, dass eine mit einem Nießbrauch belastete Immobilie erstens mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von keinem Gläubiger jemals als Sicherheit für Kredite akzeptiert wird und zweitens im Falle einer Zwangsversteigerung kaum ein Bieter zu finden sein wird.

Wegen aller Einzelheiten und Formalitäten der vertraglichen Regelungen und der Errichtung eines Nießbrauchs sollten Sie sich an einen Notar wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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