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Einfriedung zum Nachbargrundstück

| 23.04.2017 14:30 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Vor Jahren haben wir ein Teilgrundstück gekauft, das als vorderes Grundstück direkt der Straße anliegt.
Das hintere Teilgrundstück hat einen sehr breiten Zugang parallel zur Straße (über 6 Meter ) und ist im hinteren Teil mit einem Einfamilienhaus bebaut.
Wohnort: Berlin
Nach meinem Wissen hat der Nachbar zu meiner linken Seite ein Grenzzaun zu setzen. Die Nachbargrundstücksgrenze verläuft im hinteren Anteil rechtwinklig weiter, parallel entlang unseres vorderen Grundstückes,das direkt der Straße anliegt. Wer ist zur Erstellung eines Grenzzaunes im hinteren Anteil zuständig?
Haben wir uns an den Kosten zu beteiligen?
Ungerecht wäre es, zumal wir als Eigentümer des vorderen Grundstückes allein für den Winterdienst und Straßenreinigung zuständig sind (direkte Anlieger entlang der Straße ).

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:


Jeder Grundstückseigentümer kann von dem Nachbarn die Einfriedung verlange, wenn Grundstücke unmittelbar nebeneinander an derselben Straße liegen, so hat jeder Grundstückseigentümer an der Grenze zum rechten Nachbargrundstück einzufrieden.

Rechtes Nachbargrundstück ist dabei dasjenige, das von der Straße aus betrachtet rechts liegt, vgl. § 21 NachbB Berlin.

Eine Einfriedungspflicht besteht also nur auf Verlangen.

Die Einfriedung ist auf dem Grundstück desjenigen zu errichten, der hierzu verpflichtet ist.

Wer zur Einfriedung allein verpflichtet ist, hat die Kosten der Einfriedung zu tragen, vgl. § 25 Absatz 1 NachbB Berlin.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Fragen Sie gerne nach, wenn etwas unklar geblieben ist, damit Sie hier zufrieden aus der Beratung gehen. Anderenfalls mögen Sie eine positive Bewertung abgeben.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Nachfrage vom Fragesteller 23.04.2017 | 17:13

Vielen Dank für die Beantwortung. Wir sind rechter Nachbar von der Straße aus betrachtet, somit hat unser Nachbar Einfriedungspflicht. Wenn diese Grenze rechtwinklig fortgeführt wird (hinteres Grundstück) und parallel des vorderen Grundstückes sich fortsetzt, wer hat dann die Einfriedungspflicht? Vom Eingang des Hauses auf dem hinteren Grundstück aus gesehen liegt die Grenze rechte Hand! Hat der Nachbar die Kosten allein zu tragen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.04.2017 | 17:33

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

§ 21 Ziffer 2 b und c NachbG Berlin regelt hier nur Folgendes:

"Liegt ein Grundstück zwischen zwei Straßen, so ist dasjenige Grundstück rechtes Nachbargrundstück, welches von derjenigen Straße aus betrachtet rechts liegt, an der sich der Haupteingang des Grundstücks befindet. Ist ein Haupteingang nicht feststellbar, so hat der Grundstückseigentümer auf Verlangen des Nachbarn zu bestimmen, welche Straße als diejenige Straße gelten soll, an der sich der Haupteingang befindet; § 264 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches gilt entsprechend. Durch Verlegung des Haupteinganges wird die Einfriedungspflicht ohne Zustimmung des Eigentümers des angrenzenden Grundstücks nicht verändert.

Für Eckgrundstücke gilt Buchstabe a ohne Rücksicht auf die Lage des Haupteinganges."

Nach § 21 Ziffer 2 a NachbG Berlin ist rechtes Nachbargrundstück dasjenige, das von der Straße aus betrachtet rechts liegt.



Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

Bewertung des Fragestellers 25.04.2017 | 10:01

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

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"Danke für die prompte Bearbeitung und schnelle Stellungnahme zur Nachfrage. Erwartet hätte ich ein schlichtes ja oder nein auf die Nachfrage, so dass am Ende wahrscheinlich doch die Nachbarn nicht überzeugt werden können und ein Gang zur Beratung beim örtlichen Anwalt notwendig wird."