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Einfriedung an Grundstücksgrenze NRW

16.04.2015 18:55 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Zusammenfassung: Einfriedigungen zwischen zwei Grundstücken sind auf der Grenze zu erstellen und dürfen in der Regeln nicht höher als 1,20 Meter sein.

An einer 15m langen Grundstücksgrenze hat ein Bauherr eine 2m hohe Einfriedung aus Winkelsteinen erstellt. Diese hat an der linken Seite 35cm Abstand und an der rechten 5cm Abstand zur Grenze. Muss diese Einfriedung einen Mindestabstand zur Grenze haben oder kann diese mit den o.a. Abständen errichtet werden?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Für Grundstückseinfriedigungen in NRW gelten folgende Regeln:
Die Einfriedigung muss ortsüblich (das kann von Gemeinde zu Gemeinde verschieden sein), im Zweifel aber ca. 1,2 Meter hoch sein (§ 35 Abs. 1 NachbarschaftsG NRW). Zu den Einfriedigungen gehören auch Mauern.

Die Einfriedigung hat auf der Grenze zu erfolgen (wenn sie zwischen bebauten Grundstücken, wie bei Ihnen, liegt, § 26 Abs. 1 a NachbarschaftsG NRW). In diesem Fall wären die Abstandsflächen in Ihrem Fall eingehalten.

Liegen die Grundstücke außerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils oder nicht in Bereich eines Bebauungsplans, so beträgt der Abstand 0,5 Meter.

Sollte der letztgenannte Fall vorliegen, so können Sie von dem Nachbarn Beseitigung der Einfriedigung verlangen. Dies steht allerdings unter der Einschränkung, dass die Mauer nicht bereits länger als drei Jahre besteht (§ 36 Abs. 4 NachbarschaftsG NRW).


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 16.04.2015 | 20:37

Verständnisfrage: "Zu den Einfriedigungen gehören auch Mauern", wo steht das im §35 Abs.1 NachbarschaftsG NRW?
2. Frage: In wie weit wird muss in so einem Fall die gültige LBO berücksichtigt werden? Welches Recht gilt hier? Wenn beide, widersprechen diese sich u.U.?

Danke!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.04.2015 | 20:51

1.
Nein, dies ergibt sich aus der Deinition in § 36 NachbarschaftsG NRW: Eine Einfriedung ist eine unmittelbar auf der Grundstücksgrenze errichtete Anlage, die ein Grundstück gegenüber Nachbargrundstücken abgegrenzt und es vor unbefugtem Betreten und vor Beeinträchtigungen, die vom Nachbargrundstück ausgehen, schützt. Einfriedungen sind demnach Zäune, Mauern oder Hecken.

2.
Die LBauO ist hier nicht anwendbar, da es dort nur um den Abstand von Gebäudewänden zur Grundstücksgrenze geht.

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