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Einfriedung NRW : Zaun auf die Grenzmauer?

| 20.02.2014 13:26 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben mit unseren neuen Nachbarn eine etwa 30 m lange gemeinsame Grenze, die
bisher durch 5 cm breite und 25 cm hohe Grenzplatten direkt auf der Grenze markiert war.
Diese Grenze ist vor über 60 Jahren vom damaligen Eigentümer (Opa der jetzigen Besitzerin) errichtet worden.
Ein Teil der Grenze (5 m) ist durch seine neue Garage belegt, auf die restlichen etwa 25 Meter möchte der Nachbar ein Zaun errichten und das wenn möglich direkt auf dem Grenzverlauf.
Ich weiß, das wir durch das Nachbarschaftsrecht in NRW verpflichtet sind, uns bei der Einfriedung zu einigen und die Kosten zu teilen.
Muß der Nachbar uns schriftlich informieren und wie sieht es aus, wenn keine Einigung möglich ist, da die Vorstellungen beider Parteien über Art und Höhe der Einfriedung auseinander gehen?
Darf er dann nach seinen Wünschen (weil er zuerst gefragt hat) trotzdem seinen Zaun auf der Grenze errichten und wir müssen den Anteil unseres Vorschlages übernehmen, oder muß er dann auf seinem Grundstück bleiben und die Kosten alleine tragen?
Kann ich seinem Vorhaben zuvor kommen und schriftlich die Einfriedung verlangen und dann nach unseren Vorstellungen einfrieden?
Bisher hat er nur mündlich den Zaun angedeutet.

Danke für Ihre Antwort

Mit freundlichen Grüßen

Volker Fochtberger

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wie Sie schon richtig erkannt haben, sollen die Nachbarn sich über die Art der Einfriedung einigen und die Kosten für die Einfriedung gemeinsam tragen. So sieht es das NachbarG NRW ausdrücklich vor.

Jeder der beiden Nachbarn kann schriftlich die Einfriedung des Grundstücks verlangen. Eine mündliche Ankündigung reicht nicht aus.

Fordert ein Nachbar schriftlich die Einfriedung, muss sich der andere Nachbarn innerhalb von 2 Monaten an der Errichtung des gemeinsamen Grenzzaunes mitwirken. Tut er das nicht, kann der Nachbar, der die Einfriedung verlangt hat, den Grenzzaun auf der gemeinsamen Grenze auch ohne Zutun des anderen Nachbarn errichten und den anderen trotzdem zur hälftigen Kostenübernahme auffordern.

Grundsätzlich können Sie versuchen, Ihrem Nachbarn zuvor zu kommen und als erster die Einfriedung zu verlangen. Aber nur, wenn der Nachbar sich nicht innerhalb der 2-Monatsfrist an der Einfriedung mitwirkt, können Sie den Zaun nach Ihren Vorstellungen errichten. Eine gemeinsame Errichtung und Entscheidung hat immer absoluten Vorrang.

Beteiligt sich der Nachbar innerhalb der gesetzlichen Frist an der Einfriedung, kann aber keine Einigung zwischen den Nachbarn bzgl. der Art und/oder Gestaltung gefunden werden, muss eine "amtliche" Einigung vor dem Schiedsmann herbeigeführt werden. Dadurch würden natürlich weitere Kosten entstehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen damit beantworten und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 20.02.2014 | 14:48

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