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Einfriedung

11.09.2008 16:44 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Mein Nachbar (Hamburg) ersetzt zur Zeit einen 1 m hohen Maschendrahtzaun durch einen modernen 2,30 m hohen Drahtgitter-
zaun, der lückenlos mit Efeu bepflanzt werden soll. Es wird praktisch eine Hecke werden, die der Nachbar ohne Betreten des Grundstückes nicht pflegen kann. Der Zaun steht praktisch unmittelbar an der Grenze, sodaß schon die ersten zaghaften Triebe auf meinem Grundstück landen. Ein Mülltonnenschrank ist bei einem Abstand von ca. 6 cm von Überwucherung bedroht. Ist solch ein Zaun überhaupt in Hamburg erlaubt? Muß ich mir die Belästigung durch die Efeutriebe gefallen lassen. ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

nachbarrechtliche Vorschriften zur Gestaltung der Einfriedung gibt es in Hamburg nicht. § 11 Hamburgische Bauordnung regelt öffentlich-rechtlich die Beschaffenheit von Einfriedungen und gibt dabei die Höhe unter bestimmten Voraussetzungen vor. Darüber hinaus ist auch die Ortsüblichkeit maßgeblich, d.h. die Einfriedung muss so aussehen, wie es in der unmittelbaren Nachbarschaft üblich ist. Dies muss im konkreten Einzelfall bewertet werden; ein dichtbewachsener Zaun mit 2,3 m Höhe ist erfahrungsgemäß eher außergewöhnlich.

Das Eindringen von Efeuranken auf Ihr Grundstück haben Sie nicht zu dulden. Es besteht ein Abwehranspruch nach § 1004 BGB. Darüber hinaus gewährt § 910 BGB ein Selbsthilferecht gegen eindringende Pflanzenteile, wenn der Nachbar diese nach angemessener Fristsetzung nicht beseitigt. Gesetzliche Grenzabstände für Pflanzen gibt es in Hamburg allerdings nicht. Bei einer Beschädigung des Mülltonnenschranks muss der Nachbar Schadensersatz leisten.

Ich hoffe, Ihnen erste Anhaltspunkte gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

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