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Einfriedung


| 27.02.2006 15:46 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



Guten Tag,

ich habe vor kurzem eine Doppelhaushälfte in NRW erworben.
Nun geht es um die Einfriedung zwischen den beiden Häusern. Der Nachbar möchte einen Metallzaun von einem Meter Höhe errichten. Ich möchte aber lieber eine Lebensbaumhecke als Grenze haben.

Im Nachbarschaftsrecht habe ich gelesen, dass jeder Eigentümer verpflichtet ist, zusammen mit den Nachbarn eine Einfriedigung - etwa einen Zaun, eine Mauer, eine Hecke - auf der Grundstücksgrenze zu errichten, wenn auch nur Partei dies verlangt.

Das möchte ich tun, aber eben obengenannte Hecke.

Nun die Frage:
Muss ich mich an den Kosten des Zaunes beteiligen, wenn ich eine Hecke pflanze?
Wenn ja, darf es ein "billiger" Maschendrahtzaun sein oder muss ich mich auch an einem teuren Zaun beteiligen?

Ich hoffe mir kann jemand helfen und ich bedanke mich im Voraus.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

Es kommt darauf an, was bei Ihnen als Einfriedung ortsüblich gilt. Dies kann z.B. in einer örtlichen Satzung festgelegt sein.
Eine Einfriedung kann aus einer Hecke oder aus einem Zaun bestehen.

Versuchen Sie sich mit Ihrem Nachbarn dahingehend zu einigen, dass er auf an die Grundstücksgrenze einen Zaun und Sie eine Hecke machen. Das wäre doch die einfachste Möglichkeit.

Grundsätzlich ist die Einfriedung gemeinsam zu errichten, bei Teilung der Kosten.

Da Sie vorliegend eine Hecke pflanzen würden, sehe ich keine Veranlassung,warum SIe an einem Zaun mitzahlen müßten. Sie haben schließlich Ihr Grundstück dann eingefriedet und zwar an der gemeinsamen Grenze. Der Zaun ist aus Ihrer Sicht überflüssig. Dies richtet sich aber auch nach den ortsüblichen Einfriedungen.

Dasselbe gilt für die Qualität des Zaunmaterials. Schließlich ist es grundsätzlich eine gemeinsame Entscheidung, wie die Eingrenzung stattfinden soll. Eine Seite kann nicht vorgeben, wie das zu geschehen hat.

Erkundigen Sie sich also nach der diesbezüglichen örtlichen Satzung. Wenn diese nichts Gegenteiliges regelt, sehe ich kein Problem darin, dass Sie eine Hecke pflanzen und der Nachbar einen Zaun aufbaut, wobei jeder seine Kosten trägt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte.

Viel Glück für ein weiteres friedliches nachbarschaftliches Verhältnis.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin
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"Vielen Dank für die sehr hilfreiche Antwort, ich weiß nur noch nicht, wo ich die ortsübliche Satzung herbekomme. "