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Einforderung meines Pflichterbteils


13.07.2006 10:29 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

nach dem Tode meines Vaters im März 2006 sind wir nun vom Amtsgericht über die Eröffnung des Testaments informiert worden.

Darin heißt es u.a.:
1) Mein Vater und seine Ehefrau (nicht meine leibliche Mutter) setzen sich gegenseitig zu alleinigen Vollerben ein.
2)Für den Fall, dass beide gleichzeitig oder aus demselben Anlaß kurz hintereinander versterben, bestimmen wir als Erbfolgerin die Enkelin des Erschienen zu 1 (also meines Vaters). Die Enkelin ist meine Tochter.

Das Vermögen wurde bei der Testamentierung im Mai 1994 mit ca. 150.000 Deutsche Mark angegeben.

Hier nun meine Fragen:
Hätte die Einforderung meines Pflichtteils zum gegenwärtigen Zeitpunkt überhaupt Aussicht auf Erfolg?

Wenn ja, wem gegenüber muß ich diesen Pflichtteil geltend machen und in welcher Form?

Sind bestimmte Formulierungen dabei zu beachten ?

Sind hierbei Fristen zu wahren?

Mein Vater hat stets dafür gesorgt, daß alle Vermögenswerte auf den Namen seiner Frau liefen. Spielt dies bei der Höhe des Pflichtteils eine Rolle oder hat dies Auswirkungen auf den Erfolg?

Seine Frau hat nach seinem Tode auch ein Erbschaftsinventar SEINES Vermögens mit Euro = null abgegeben. Dies ist unter den o.g. Umständen zwar faktisch richtig, da er ja sein Vermögen stets auf ihren Namen laufen ließ, aber ist dies auch für den Pflichtteil erheblich?

Sollten Sie weitere Informationen benötigen, stehe ich gern zur Verfügung.

MfG


13.07.2006 | 11:31

Antwort

von


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82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Sie können Ihren Pflichtteil geltend machen. Der Anspruch hätte rein rechtlich gesehen dann Anspruch auf Erfolg, wenn Ihr Vater Vermögen hatte. Sie haben gegen Ihre Stiefmutter einen Anspruch auf Auskunft über die Höhe des Vermögens zum Zeitpunkt des Erbfalls.

2. Anscheinend hat sie diese Auskunft bereits gegeben und das Vermögen mit 0 angesetzt. Sie müssten nun nachweisen, dass die Stiefmutter bestimmte Vermögenswerte durch Schenkung erhalten hat. Diese Werte würden dann wieder dem Nachlass des Vaters zugerechnet werden. In diesem Fall erhalten Sie den Pflichtteil aus dem Vermögen.

3. Den Anspruch auf Zahlung des Pflichtteils müssen Sie an die Erbin/Stiefmutter richten, schriftlich per Einschreiben/Rückschein. Der Pflichtteilsanspruch verjährt innerhalb von drei Jahren ab Kenntnis des Todes und des Testaments, durch das Sie enterbt wurden.

Sie sollten den Sachverhalt sämtlichen Unterlagen unbedingt prüfen lassen. Sie haben durchaus Aussichten, nachzuweisen, dass die Stiefmutter Geschenke erhalten hat. Gerne stehe ich für die weitere Beratung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München

Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 13.07.2006 | 13:34

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, herzlichen Dank für Ihre prompte Antwort. Folgende Frage sei noch gestattet: Zu Ihrer Beantwortung von Punkt 2) Ist nicht genau das ein Problem, die Schenkung nachzuweisen? Wie soll das denn passieren?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.07.2006 | 14:06

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Beweis könnte geführt werden, indem man sich die Vermögensverhältnisse der Stiefmutter ansieht. Wenn es ihr offensichtlich aus eigenen Mitteln unmöglich war, z.B. ein Haus zu kaufen, so kann sich daraus ergeben, dass sie das Haus geschenkt bekommen hat. Dann kehrt sich die Beweislast um, und sie muß nachweisen, dass das Haus nicht geschenkt sondern selbst erworben worden ist. Wenn Ihr Vater tatsächlich alles an die Stiefmutter übergeben hat, sind die Chancen, dass dieses Vorgehen Erfolg verspricht, recht gut.

Anders werden Sie den Beweis nicht führen können.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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