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Einem Verlag ein Buch anbieten

10.07.2009 19:27 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herrn,

Ich bin deutsch, sitze aber in Kaliforniern. Ich habe ein Buch auf deutsch geschrieben und will es deutschen Verlagen zum Druck anbieten.

Was muss ich dabei beachten?

Wenn ich persoenlich "Alle Rechte vorbehalten" zusammen mit der pdf Datei schicke, habe ich dann schon eine Garantie, dass der Verlag nicht ein aehnliches Buch schreibt, wenn er meines ablehnt?

Muss ich das Angebot ueber einen deutschen Anwalt machen? Wenn ja, gibt es Anwaelte, die sich auf Verlage spezialisieren? Und wieder wenn ja, wie kann ich solche Anwaelte finden?

Wie Sie sehen, ich bin ein totaler Anfaenger mit Buch anbieten, moechte aber natuerlich auch nicht betrogen werden.

Fuer eine Antwort bin ich dankbar,





10.07.2009 | 23:25

Antwort

von


(98)
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20148 Hamburg
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte. Bitte haben Sie zunächst Verständnis dafür, dass durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann. Eine Beratung innerhalb dieses Forums stellt nur eine erste rechtliche Orientierung dar und kann den Gang zu einem Rechtsanwalt vor Ort im Zweifel nicht ersetzen. Nach Ihren Angaben führe ich wie folgt aus:


Zunächst einmal zur rechtlichen Einordnung: Bei einem Buch handelt es sich um ein Schriftwerk als Unterform eines Sprachwerks (§ 2 Absatz 1 Nr. 1 UrhG, siehe unten).
Geschützt sind literarische („schöngeistige“) Schriftwerke.
Bei einem Buch ist nach dessen Hintergrund zu unterscheiden: Die Story oder Fabel eines Romans beruht auf der Phantasie des Autors. Der Urheberschutz besteht auch für die Story. Bei historischen Romanen dagegen wird die Story, soweit sie durch die Geschichte vorgegeben ist, nicht vom Schutz erfasst. Wie Sie sehen, steckt hier „der Teufel im Detail“. Zumindest dann, wenn Ihr Roman von Ihnen komplett ausgedacht worden ist und nicht auf einem historischen (und damit wahren) Hintergrund beruht, haben Sie die Urheberschaft an Ihrem Roman und somit stehen Ihnen die Urheberpersönlichkeitsrechte zu.

Sie werden Manuskripte, Aufzeichnungen etc. von der Schaffung Ihres Romans haben, um gegebenenfalls die Urheberschaft vom Zeitpunkt her nachweisen zu können, falls jemand mit dem gleichen Werk käme und behaupten würde, er sei der Urheber. Weiter werden Sie Ihr Buch ersichtlich mit dem Copyright versehen.

Einem Verlag ist selbstverständlich bekannt, dass der Autor Urheber ist. Insofern halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass ein Verlag ein Werk nach Sichtung ablehnt und es dann von einem vermeintlich anderen Autor selbst veröffentlicht. Völlig ausschließen kann man das natürlich nicht, allerdings glaube ich kaum, dass ein seriöser Verlag ein solches Risiko eingehen wird. Im Übrigen würden Sie Ihr Werk sicherlich nur unter der Voraussetzung eines „Sichtungsvertrages“ dem Verlag überlassen und in diesem Vertrag wäre das Urheberrecht und die Konsequenzen einer Rechtsverletzung nochmals schriftlich zu fixieren.
Außerdem: Wenn Ihr Werk von jemand anderem veröffentlicht werden sollte, werden Sie dieses wohl mitbekommen (wenn das Werk Verbreitung findet) und könnten dann rechtliche Schritte, auch strafrechtliche, einleiten.

Tip: Es wäre sicherlich auch möglich, einem Verlag (oder mehreren) zunächst nur einen Auszug des Romans (z.B. ein Kapitel oder das tragende Thema) anzubieten und den anderen Teil erst nach Vorlage entsprechender Vereinbarungen weiterzugeben.

Dass sich diese Beurteilung nur auf das deutsche Urheberrecht bezieht, setzte ich als bekannt voraus. Wie dieses in anderen Rechtsordnungen zu beurteilen wäre, muss einer entsprechenden Prüfung vorbehalten bleiben.

Sie können sich zur Einreichung etc. des Buches eines Anwalts bedienen, zwingend erforderlich ist dieses allerdings nicht. Da Sie sehr weit „vom deutschen Geschehen“ weg wohnhaft sind, wäre eine solche Vorgehensweise allerdings sicherlich zu empfehlen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass ein Rechtsanwalt zur Verschwiegenheit verpflichtet ist, so dass Ihr Buch dort „in guten Händen“ ist.



Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung und basiert auf den Angaben aus Ihrer Frage. Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gern für Ergänzungen sowie gegebenenfalls für die weitere Interessenwahrnehmung im Rahmen einer Mandatierung zur Verfügung. Falls Sie mich beauftragen wollen, können Sie sich bitte zunächst per Email über info@dannheiser.de kontaktieren. Gern gebe ich Ihnen dann auch die voraussichtlich anfallenden Gebühren auf.
Wenn Sie diese Antwort im Rahmen der Bewertung beurteilen, helfen Sie mit, dieses Portal transparenter und verständlicher zu gestalten.

Mit freundlichen Grüssen in die Sonne 


gez. RA Dannheisser






Kai-Uwe Dannheisser
Rechtsanwalt

Dannheisser Poley & Carballo
Rechtsanwälte & Abogado
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Fax: 040/4112557-17
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§ 2 UrhG Geschützte Werke
(1) Zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören insbesondere:
1. Sprachwerke, wie Schriftwerke, Reden und Computerprogramme;
2. Werke der Musik;
3. pantomimische Werke einschließlich der Werke der Tanzkunst;
4. Werke der bildenden Künste einschließlich der Werke der Baukunst und der angewandten Kunst und Entwürfe solcher Werke;
5. Lichtbildwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Lichtbildwerke geschaffen werden;
6. Filmwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Filmwerke geschaffen werden;
7. Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art, wie Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Darstellungen.
(2) Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen.


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