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Einem Anwalt das Mandat entziehen

| 22.12.2014 13:09 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe über einen Rechtsanwalt zwei Fälle laufen, in denen es im weitesten Sinne um eBay-Sachen geht.

Da es sich um einen Online-Rechtsanwalt handelte, der allerdings auch niedergelassen tätig ist, jedoch nicht in meinem Ort ansässig ist, habe ich ausschließlich Kontakt per Mail oder Fax gehabt.

Dieser Rechtsanwalt ist anfangs fleißig gewesen und seit einiger Zeit erhalte ich keinerlei Auskünfte zu Sachständen etc. mehr. Zwischendruch erhielt ich einmal eine Nachricht, dass er auf Grund von Reha-Maßnahmen erst sehr verspätet dazu kam, die Fälle weiter zu bearbeiten, ich sollte dann von ihm einen Stand der Bearbeitung der Fälle bei Gericht (mittlerweile habe ich in beiden Fällen Klage erhoben) bekommen.

leider warte ich seit dem 06.10.2014 trotz mehrerer Nachfragen durch mich auf irgendeine Antwort.

Kann ich diesem Rechtsanwalt das Mandat entziehen? Wie geht so etwas vonstatten? Wie komme ich dann an die Unterlagen?

22.12.2014 | 13:39

Antwort

von


(753)
Wambeler Str. 33
44145 Dortmund
Tel: 0231 / 13 7534 22
Web: http://ra-fork.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Kann ich diesem Rechtsanwalt das Mandat entziehen?"


Das Mandat können Sie einem Rechtsanwalt grundsätzlich immer nach § 627 BGB entziehen. Dafür brauchen Sie noch nicht einmal einen guten Grund.

Allerdings sind Sie dann zur Zahlung sämtlicher bisher angefallener Kosten verpflichtet.

Einen neu beauftragten Kollegen müssten Sie danach noch einmal vollständig vergüten, sodass eine Kündigung des Mandats wohl überlegt sein sollte.



Frage 2:
"Wie geht so etwas vonstatten?"


Dies geschieht am besten schriftlich und nachweisbar durch ein Anschreiben an den Kollegen.



Frage 3:
"Wie komme ich dann an die Unterlagen?"


Indem Sie diese unter Fristsetzung von dem Kollegen herausfordern. Als Frist sollten 14 tage ausreichend bemessen sein. Dies kann auch mit dem Kündigungsschreiben verbunden werden.




Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Raphael Fork

Bewertung des Fragestellers 22.12.2014 | 14:12

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Sozialrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht, Verwaltungsrecht, Miet und Pachtrecht