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Eine 'fremde' Person wird Alleinerbe

| 21.02.2020 08:06 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


09:07

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe von einer sehr guten Freundin mithilfe eines handschriftlichen Testaments (kein notarielles) als Alleinerbin geerbt. Es soll kein anderes, früheres oder späteres notarielles oder schriftliches Testament vorliegen. Die Freundin hat keine gesetzlichen Erben (weder Kinder, Ehepartner, Geschwister, Eltern,..). Es gibt angeblich zwei Cousinen, zu denen sie nie Kontakt hatte. Anhand meiner Recherche haben diese auch keinen Anspruch auf einen Pflichtanteil. Das Handschriftliche Testament wurde vorab verschlossen an mich übergeben und bis zum Tode meiner Freundin aufbewahrt. Nun ist sie leider verstorben und ich habe das Testament geöffnet. Somit weiß nur ich über den Tatbestand bescheid, dass ich die Alleinerbin sein soll. Meine Freundin war nun die letzten Monate bis zu ihrem Tode in einem Vollzeitpflegeheim untergebracht und hatte somit keine weiteren Vermögensgegenstände, da die 1-Raum Wohnung vorher aufgelöst wurde. Sie hat lediglich ein Bankkonto, sowie eine Lebensversicherung die nun ausgezahlt wird. Sie hat kein Eigentum (Wohnung, Haus, Grundstücke). Vor vielen Jahren wurde ich als Ihre Vorsorgeperson bevollmächtigt. Für das Bankkonto habe ich bereits seit 1999 eine Vollmacht und darf im Namen der Verstorbenen auch über den Tod hinaus das Geld verwalten.

Aufgrund der Höhe des Vermögens wird eine Erbschaftssteuererklärung definitiv erforderlich und es wird eine Erbschaftssteuer anfallen.

Wie gehe ich nun vor? Bei den Banken scheint alles geklärt zu sein, da ich dort über das Konto weiterhin verfügen kann. Aber rein rechtlich ist das Geld auf diesem Konto nicht meins? Muss ich einen Erbschein beantragen oder reicht das schriftliche, nicht notarielle Testament aus, um das Vermögen meiner Freundin als Alleinerbin auf mich zu übertragen?
Benötige ich für die Erbschaftssteuererklärung einen Erbschein? Ist es in solchen Fällen „sicherer" einen Erbschein zu beantragen? Ist man anhand eines Erbscheines ein „sicherer" Erbe als ohne?

Ich hoffe Sie können mir helfen. Ich möchte nur, dass das Erbe vernünftig geklärt ist und an alles Wichtige gedacht wird.

21.02.2020 | 08:33

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

So wie ich Sie verstehe können Sie aktuell aufgrund der Vollmacht über das Bankkonto der Erbin verfügen.

Ich würde es ein wenig anders formulieren als Sie. Rechtlich betrachtet sind Sie bereits Erbin geworden, da bereits mit dem Tod
der Erblasserin deren gesamtes Vermögen auf Sie als Erbin übergegangen ist, § 1922 BGB . Lediglich rein bürokratisch führt die Bank das Konto noch auf den Namen der Erblasserin. Wenn Sie sagen, dass mit "den Banken alles geklärt sei" und das bedeutet, dass die Bank auch bereit ist das Konto aufzulösen und das Guthaben auf eines Ihrer persönlichen Konten zu überweisen, müssen Sie nichts weiter veranlassen.

Einen Erbschein benötigen Sie nur dann, wenn Sie Bank Ihre Legitimität als Erbin anzweifelt und beispielsweise einer Kontoschließung nicht zustimmt. Es kommt also ganz auf die Bank an. Darüber hinaus sind damit sonst nur Kosten verbunden.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 21.02.2020 | 09:04

Sehr geehrter Herr Krämer,

vielen Dank für die hilfreiche Antwort.

Also benötige ich als Erbin mit einem handschriftlichen Testament nur einen Erbschein, wenn eine Behörde es einfordern sollte und nicht um überhaupt erst "Erbe" genannt werden zu dürfen?

Mit freundlichen Grüßen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.02.2020 | 09:07

Sehr geehrte Fragestellerin,

genau so ist es! Erbin sind Sie bereits. Der Erbschein dient nur dem Zweck, dass Sie sich als Erbin „ausweisen" können.

Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne per Mail zur Verfügung. Ich habe Ihnen bereits eine Mail geschrieben, damit Sie meine Mailadresse haben.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 21.02.2020 | 09:06

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