Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.923
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Eine Frage BaSt Regelungen bei MPU FeV

21.10.2018 12:16 |
Preis: 25,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


18:58

Zusammenfassung: MPU

Folgende Regeln bei Alkoholabhängigkeit lt. Internetseite BaSt

Wie lange muss bei Alkoholabhängigkeit die Abstinenz für eine MPU eingehalten und belegt werden.
1.) Nach Abschluss einer stationären oder ambulanten Entwöhnung ein Jahr.
2.) Bei längerer Abstinenz vor einer suchttherapeutischer Maßnahme – anschließend noch mindestens sechs Monate Abstinenz – die Gesamtdauer der Abstinenz (inklusive Therapiephase) ist in der Regel nennenswert länger als ein Jahr – nie unter einem Jahr.
3.) Bei einer ambulanten Langzeitmaßnahme muss der Zeitraum der belegten Abstinenz (beispielsweise durch EtG (Ethylglucuronid)) – inklusive ambulanter Therapie – nennenswert länger als ein Jahr sein.
4.)Wurde trotz Abhängigkeitsdiagnose keine Therapie durchgeführt, kann in begründeten Ausnahmefällen von den Regelanforderungen abgewichen werden. Es muss aber die Abstinenz nennenswert länger als ein Jahr sein.


Zur Frage es geht im vorliegenden Fall um ambulante Therapieform und der notwendigen 6 Monatsregel nach Nr.2) Ende Therapie:

Konstellation 2 verstehe ich, aber wie ist dies im Zusammenhang der Konst. 3 zu verstehen. Das würde ja bedeuten dass jemand 1,5 Jahre ambulante Therapiesitzungen machen darf und die Sechsmonatsregel nicht einhalten muss wenn in dieser Zeit über den kompletten Zeitraum die Abstinenz dokumentiert wird und somit Regel 2 ausgehebelt wird , richtig? Sollte dies nicht so sein, wäre ja die betroffene Person sogar gegenüber denen benachteiligt die gar keine Therapien machen und Entwöhnungs-Variante 4 wählen und ebenfalls 1,5 Jahre dokumentieren.

Für kurze Aufklärung eines mit den Sachverhalten auskennenden Anwaltes vielen Dank.
21.10.2018 | 12:46

Antwort

von


(393)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.) Nach Abschluss einer stationären oder ambulanten Entwöhnung ein Jahr.

Hier also Therapie plus 1 Jahr - nach meiner Erfahrung ca. 1,3-1,5 Jahre (je nach Wartezeit und Therapiedauer i.d.R. 3 Monate).

2.) Bei längerer Abstinenz vor einer suchttherapeutischer Maßnahme – anschließend noch mindestens sechs Monate Abstinenz – die Gesamtdauer der Abstinenz (inklusive Therapiephase) ist in der Regel nennenswert länger als ein Jahr – nie unter einem Jahr.

Abstinenz + Therapie ca. mind. 1 Jahr + 6 Monate = mind. 1,5 Monate ggf. geringfügig drüber


3.) Bei einer ambulanten Langzeitmaßnahme muss der Zeitraum der belegten Abstinenz (beispielsweise durch EtG (Ethylglucuronid)) – inklusive ambulanter Therapie – nennenswert länger als ein Jahr sein.

Hier Ermessen, wie Sie richtig sehen, aber: von den Behörden i.d.R. 1) und 2) angeglichen, kann aber strenggenommen tatsächlich geringfügig über 1 Jahr sein, in der Praxis jedoch i.d.R. nicht.

4.)Wurde trotz Abhängigkeitsdiagnose keine Therapie durchgeführt, kann in begründeten Ausnahmefällen von den Regelanforderungen abgewichen werden. Es muss aber die Abstinenz nennenswert länger als ein Jahr sein.

Hier auch länger als 1 Jahr - da aber Ermessen.

Sie sehen, es kann ggf. um 2-3 Monate abweichen und welche Form in der Praxis die für den Mandanten Beste ist, ermitteln wir stets in Beratungsgesprächen.

Eine Benachteiligung der Mandanten habe ich bislang in meiner Tätigkeit (Fachanwältin für Strafrecht) nicht oder nur geringfügig sehen können, aber das hängt natürlich von der jeweiligen Behörde ab und auch davon, wie früh die Mandanten uns beauftragen und den Weg mit uns gehen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Nachfrage vom Fragesteller 21.10.2018 | 13:30

Sehr geehrte Frau Dr. Seiter,

vielen Dank für Ihre detaillierten Ausführungen leider hilft mir das nicht richtig weiter ich möchte daher die Situation kurz konkretisieren o.g. war beispielhaft und würde mich freuen wenn Sie nochmals kurz eingehen würden.

Abstinenzdokumentation Seit 01/17 bis lfd. Ende 09/18, ambulante Maßnahme erste Jahreshälfte 17.
Jetzt Knackpunkt erneute Maßnahme (Gesprächspsychotherapie bei Psychologen) auf Wunsch des Klienten Beginn Anfang 18. Muss nun nach dessen Ende der neuen Maßnahme erneut sechs Monate gewartet werden bis MPU erfolgreich sein kann?

Ich danke Ihnen für kurz Rückantwort und wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.10.2018 | 18:58

Ich weiß, was Sie als Problem meinen - weil er quasi langzeitabstinent ist und die Einordnung schwierig scheint. Er war quasi nach der Therapie 6 Monate abstinent - dann neue Therapie - ich würde eher beide Blöcke als Langzeittherapie ansehen, da scheinbar 1. Therapie nicht ausgereicht hat (aus Sicht des Patienten) und daher 2 Therapien notwendig waren, dann würde Nr. 3 gelten (Abstinenz ja 1 3/4Jahr) - ich denke, das wäre vertretbar! Ich verweise aber auf die Einzelfalbetrachtung, die die Behörde vornimmt, sodass der Therapeut hier ggf. mit einem Bericht Licht ins Dunkel bringen kann und muss, um eine Abstinenz nach der Therapie zu verhindern - hier wäre eine Rücksprache mit einem Anwalt sinnvoll gewesen!

ANTWORT VON

(393)

Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Internet und Computerrecht, Fachanwalt Familienrecht, Fachanwalt Strafrecht, Kaufrecht, Urheberrecht, Verkehrsrecht, Tierrecht, Ordnungswidrigkeiten, Zivilrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65150 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Genau so sollte die Hilfe ablaufen. Zielgerichtete Antworten und Vorschläge für das weitere Vorgehen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
zu vollsten Zufriedenheit. - Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Für eine Schnellauskunft auf Basis meiner gelieferten Daten hat mir die Antwort weitergeholfen. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER