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Einbürgerungsmöglichkeit

| 16.09.2018 11:05 |
Preis: 35,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Ich, EU-Bürger lebe in Deutschland seit 7 Jahren. Seit 2 Jahren und 8 Monaten bin ich bei einem Großunternehmen beschäftigt, seit Anfang des Jahres unbefristet. Aus meiner 60% Stelle ergibt ein Bruttomonatseinkommen von 1250 Euro (15.000 pro Jahr) ohne verschiedene extra Zahlungen. Ich verfüge über ein DSH-Zertifikat C1 so wie abgeschlossener Integrationkurs und ich habe niemals soziale Leistungen in Anspruch genommen. Früher (vor der Geburt meiner Tochter) habe ich studiert, leider ohne einen Abschluss damals zu schaffen. Diese 7 Jahren hatte ich eine gemeinsame Wohnung mit meiner Freundin und seit 4 Jahren sind wir nach deutschem Recht verheiratet, unsere Tochter ist 2 Jahre alt. Meine Frau ist Akademikerin, arbeitet in Vollzeit, hat noch eine Vertragslaufzeit von 3 Jahren und verdient ca. 3800 netto pro Monat. Erst vor 4 Monaten sind meine Frau und meine Tochter eingebürgert worden.

Meine Frage ist, welche Möglichkeit steht mir zur Einbürgerung? Oder bin ich wegen des nicht abgeschlossenen Studiums ohne Hoffnung? Ich kann momentan nicht mehr arbeiten, weil wir niemand sonst für die kleine haben, geht zwar in einer Kita aber es reicht nicht wenn meine Frau bis 19 Uhr oder mehr arbeiten muss.

Vielen Dank.

Einsatz editiert am 20.09.2018 15:13:05

Einsatz editiert am 21.09.2018 18:54:11

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Aufgrund der Einbürgerung Ihrer Familie gibt es vereinfachte Möglichkeiten für Sie, sich einbürgern zu lassen.

Der Ehegatte und die minderjährigen Kinder des Ausländers können nach Maßgabe de sonstigen Voraussetzungen mit eingebürgert werden, auch wenn sie sich noch nicht seit acht Jahren rechtmäßig im Inland aufhalten.

Die Frist kann sich bei bestimmten Sprach- und Integrationsleistungen auf sechs Jahre verkürzen; der Lebensunterhalt kann als Voraussetzung gemeinsam als Ehegatten gesichert werden.

Das sollte aller Voraussicht nach bei Ihnen ausreichen.

Da wird sich aufgrund Ihrer jetzigen Arbeitsstelle und des Einkommens Ihrer Ehefrau das abgebrochene Studium nicht negativ auswirken.

Sie müssten einmal beide Ihr Einkommen mit Ihren Ausgaben gegenüber stellen und der Einbürgerungsbehörde zur Prüfung vorlegen.

Jüngst hat das ja auch bei Ihrer Frau funktioniert, so dass ich da keine Bedenken habe.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 22.09.2018 | 10:18

Wenn ich das richtig verstehe, da ich schon rechtmäßig 7 Jahre hier bin und unser gemeinsames Einkommen ausreichend ist kann ich eingebürgert werden. Ist es nicht relevant dass meine Frau erst vor kurzem eingebürgert wurde? Hintergrund ist, ich habe gelesen, dass um als Ehegatte eines Deutschen eingebürgert zu werden muss die Ehe mindestens seit 2 Jahren bestehen und der deutsche Ehegatte muss in dieser Zeit Deutsch gewesen sein, eine vor kurzem erfolgte Einbürgerung reicht nicht. Ich habe damals auf einem gemeinsamen Familienantrag verzichtet, da ich zu dem Punkt noch nicht festangestellt war und mir war es wichtig dass meine hier geborene Tochter auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Das ist auch gelungen aufgrund des sehr guten beruflichen Situation meiner Frau.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.09.2018 | 11:23

Sehr geehrter Fragesteller,

ich antworte Ihnen gerne wie folgt:
Eine Wartezeit bzw. Frist gibt es da nicht, also in Bezug auf die erst vor kurzem erfolgte Einbürgerung Ihrer Ehefrau und Ihres Kindes. Das sieht das Gesetz nicht vor.

Zwar steht in der betreffenden Verwaltungsvorschrift für die MITeinbürgerung: "Bei einem Ehegatten, der miteingebürgert werden soll, genügt ein Aufenthalt im Inland von vier Jahren bei zweijähriger Dauer der ehelichen Lebensgemeinschaft."

Aber hier geht es ja um eine spätere Einbürgerung, was deshalb ausreicht. Da wäre es rechtswidrig, wenn das noch gefordert würde.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen Daniel Hesterberg Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 22.09.2018 | 12:34

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