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Einbürgerung nach trennung..


15.01.2018 21:52 |
Preis: 25,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg



Sehr geehrte damen und herren
ich reisste 2008 mit ein heiratsvisum ein
besitze Den aufenhaltstitel Paragraph 28
bin ca 9 Jahre verheiratet 4 Kinder Meine Exfrau Deutsche ! und nun seit paar monate getrennt
ich habe die einbürgerung vor ein halben jahr gestellt
die einbürgung ist noch am laufen kann ich diese problemlos fortsetzten?
muss ich irgendwas beachten?

Ich wohne alleine Verdiene ca 2300 Brutto
arbeite seit mindestens 7 Jahre

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Hier hilft Ihnen das Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz - AufenthG), § 31 Eigenständiges Aufenthaltsrecht der Ehegatten, weiter:

"(1) Die Aufenthaltserlaubnis des Ehegatten wird im Falle der Aufhebung der ehelichen Lebensgemeinschaft als eigenständiges, vom Zweck des Familiennachzugs unabhängiges Aufenthaltsrecht für ein Jahr verlängert, wenn

1.
die eheliche Lebensgemeinschaft seit mindestens drei Jahren rechtmäßig im Bundesgebiet bestanden hat oder
2.
der Ausländer gestorben ist, während die eheliche Lebensgemeinschaft im Bundesgebiet bestand

und der Ausländer bis dahin im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis oder Erlaubnis zum Daueraufenthalt – EU war [...]."

Gegebenenfalls ist die Einbürgerung aber nicht mehr ganz so einfach, wobei Sie auch die Umstände der Trennung der Einbürgerungsbehörde mitteilen müssen:

§ 9 Staatsangehörigkeitsgesetz
"(1) Ehegatten oder Lebenspartner Deutscher sollen unter den Voraussetzungen des § 8 eingebürgert werden, wenn
1.
sie ihre bisherige Staatsangehörigkeit verlieren oder aufgeben oder ein Grund für die Hinnahme von Mehrstaatigkeit nach Maßgabe von § 12 vorliegt und
2.
gewährleistet ist, daß sie sich in die deutschen Lebensverhältnisse einordnen,
es sei denn, daß sie nicht über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Abs. 4) und keinen Ausnahmegrund nach § 10 Abs. 6 erfüllen.
(2) Die Regelung des Absatzes 1 gilt auch, wenn die Einbürgerung bis zum Ablauf eines Jahres nach dem Tod des deutschen Ehegatten oder nach Rechtskraft des die Ehe auflösenden Urteils beantragt wird und dem Antragsteller die Sorge für die Person eines Kindes aus der Ehe zusteht, das bereits die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt."

Ein Kind mit deutscher Staatsangehörigkeit und der Personenfürsorge für Sie als Elternteil ist also notwendig.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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