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Einbürgerung nach 4 Jahren mit vorherigen Aufenthalt in Deutschland

06.09.2018 17:28 |
Preis: 70,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Ich besitze seit 2014 eine Blaue Karte EU (4 Jahre Aufenthalt) und war vorher von 1989-1996 in Deutschland (3 Jahr Grundschule von 1994-1996). Die 3 Jahre Grundschule waren in einer privaten deutsch-französischen Schule, die erst seit 2001 als reguläre deutsche Grundschule von Nordrhein-Westfalen anerkannt wurde.

Ich habe die Goethe C2 Prüfung abgeschlossen und bin Führungskraft bei einer Unternehmensberatung, und hätte somit einen Anspruch auf einer Einbürgerung nach 6 Jahren (Ich bin mir aber bewusst dass es eine Ermessensentscheidung ist).

Die Frage ist: können die 3 Jahre in der Grundschule theoretisch im Aufenthalt gezählt werden, sodass ein Einbürgerungsantrag gestellt werden kann oder ist es eher unwahrscheinlich ?

Vielen Dank und Grüße !

Sehr geehrter Fragensteller,

Der Wortlaut des § 10 Abs. 1 StAG besagt: "seit 8 Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat". Diese Frist kann nach Absatz 3 auf 6 Jahre verkürzt werden.

Schon der Wortlaut besagt also, dass es darum geht in Folge überwiegend im Bundesgebiet zu sein. Die Grundschulzeit ist schon ein wenig lang her, um dieses zugegebenermaßen recht formale Argument zu überwinden.

Leider besagt auch § 12 b StAG:

"§ 12b [1] [Auslandsaufenthalte]

(1) 1Der gewöhnliche Aufenthalt im Inland wird durch Aufenthalte bis zu sechs Monaten im Ausland nicht unterbrochen. 2Bei längeren Auslandsaufenthalten besteht er fort, wenn der Ausländer innerhalb der von der Ausländerbehörde bestimmten Frist wieder eingereist ist. 3Gleiches gilt, wenn die Frist lediglich wegen Erfüllung der gesetzlichen Wehrpflicht im Herkunftsstaat überschritten wird und der Ausländer innerhalb von drei Monaten nach der Entlassung aus dem Wehr- oder Ersatzdienst wieder einreist.

(2) Hat der Ausländer sich aus einem seiner Natur nach nicht vorübergehenden Grund länger als sechs Monate im Ausland aufgehalten, kann die frühere Aufenthaltszeit im Inland bis zu fünf Jahren auf die für die Einbürgerung erforderliche Aufenthaltsdauer angerechnet werden.

(3) Unterbrechungen der Rechtmäßigkeit des Aufenthalts bleiben außer Betracht, wenn sie darauf beruhen, dass der Ausländer nicht rechtzeitig die erstmals erforderliche Erteilung oder die Verlängerung des Aufenthaltstitels beantragt hat."

Insofern ist schon von Gesetzes wegen der Aufenthalt in der Grundschulzeit nicht zu berücksichtigen und der Sachbearbeiter hat kein Ermesse, die Zeit anzurechen.

MfG
D. Saeger
- RA -

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