Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Einbuergerung bei Staatenlosen


01.09.2006 12:17 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe folgende Frage:
Ich komme aus Estland, bin aber offiziell staatenlos, mit unbefristeten EU-Niederlassungserlaubniss für Estland.Seit Oktober 2001 studiere ich in Deutschland und habe bis 01.05.2004 eine Aufenthaltsbewilligung gehabt,nachdem Estlant zu EU beigetreten hat,besitze ich befristete Aufenthaltserlaubnis in Deutschland. Ich habe gelesen,dass staatenlose schon nach sechs Jahren Aufenthalt einen Antrag auf die Einbürgerung stellen können(alle Voraussetzungen kenne ich bereits).Die Frage ist: ob in meinem Fall(ich bin staatenlos) die Jahren, die ich in Deutschland mit Aufenthaltsbewilligung gewohnt habe angerechnet(zu den übrigen Jahren, die ich mit Aufenthaltserlaubnis wohne, damit es insgesamt 6 Jahren sind) werden, um ich einen Antrag auf die Einbürgerung stellen kann.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Hinsichtlich der Anrechnung von Studienzeiten gilt folgendes: Unstrittig ist, dass die frühere Aufenthaltsbewilligung für das Studium zum rechtmäßigen Aufenthalt gehört. So steht es auch in Nr. 85.1.1 der Verwaltungsvorschriften zum Staatsangehörigkeitsrecht (StAR-VwV). Strittig ist nur, ob diese Zeiten auch zu den Zeiten des gewöhnlichen Aufenthaltes zählen. Die Kommentierungen gehen in der Mehrheit davon aus, dass der Aufenthalt praktisch auf Dauer ausgerichtet gewesen sein musste. Das ist aber bei ausländischen Studenten nicht der Fall. Ausländerrechtlich ist bisher klar gestellt, dass es sich um einen vorübergehenden Aufenthalt handelte, der an einen bestimmten Zweck gebunden war (Studium). Laut einem Runderlass des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen (Mitte Januar 2004) wird von dort nunmehr die Meinung vertreten, dass Bewilligungszeiten angerechnet werden können. Dieses ist ein Ergebnis, dass aus einer Referentenbesprechung der Länder kommt. Die Mehrheit der Bundesländer soll dieser Auffassung sein. Ob sich Ihre Einbürgerungsbehörde dem anschließt, sollten Sie vor Ort dort abklären.

Für Berlin kann ich Ihnen die Auskunft geben, dass die Bewilligungszeiten angerechnet werden, in Hessen erfolgt wohl in den meisten Fällen eine Anrechnung, wobei es auf den zuständigen Sachbearbeiter ankommt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen
und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER