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Einbürgerung - Behörde wird nicht tätig. Was tun?

27.09.2013 13:01 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Zusammenfassung:

Sehr geehrte Anwwälte,

folgende Situation: Ich bin 30 Jahre alt in Deutschland geborgen und aufgewachsen. Ich habe eine Ausbildung abgeschlossen, zudem noch ein Studium etc. und es liegen keine Strafttaten etc. vor - dies vorab. Im Oktober 2012 habe ich einen Antrag auf die deutsche Stastsbürgerschaft beim Stadtamt in Bremen gestellt! Seit August 2013 habe ich einen neuen Job, für den ich dringend die deutsche Staatsbürgerschaft brauche, da ich viel auf Geschäftsreise in die USA muss - jedoch habe ich derzeit noch die türkische Staatsbürgerschaft, was diese Reisen natürlich unheimlich erschwert, da ich immer ein Visum brauche und es ist natürlich auch immer mit Kosten für meinen Arbeitgeber verbunden. Bei meiner Anstellung ist mein Arbeitgeber davon ausgegangen gewesen dass ich sowieso die deutsche Staatstbürgerschaft habe. Ich bin noch in der Probezeit und benötige schnellstmöglich die deutsche Stastsbürgerschaft. Auf meine Nachfrage wie lange es noch dauert wurde mir gesagt, dass man meinen Antrag noch überhaupt nicht berabeitet habe (eingereicht bereits im Oktober 2012) weil das Personal total unterbesetzt sei und es wurde um verständnis gebeten. Was kann ich nun tun? Und wie kann ich am schnellsten die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen????

Freundliche Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich Ihnen anhand der vorliegenden Angaben unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Soweit auch nach Ablauf von 3 Monaten nach der Beantragung der Einbürgerung keine Entscheidung der zuständigen Behörde vorliegt, gibt es die Möglichkeit eine Untätigkeitsklage beim Verwaltungsgericht einzureichen. Wenn das Verwaltungsgericht keine gerechtfertigten Gründe für die Verzögerung konstatiert, dann wird über Ihren Antrag entschieden. Soweit das Verwaltungsgerichts einen nachvollziehbaren Grund für die Verzögerung sieht, setzt sie das Verfahren bis zum Ablauf einer Sperrfrist aus.

Die Unterbesetzung der Behörde sollte hierbei keinen Grund für die verlängerte Antragsbearbeitung darstellen.

Ales erstes würde ich Ihnen raten, zu versuchen, die Ausländerbeörde-am besten unter Hinzuziehung eines Rechtsanwalts- unter Fristsetzung aufzufordern, ihren Einbürgerungsantrag zu bearbeiten. Die Erhebung einer Klage gegen die Einbürgerungsbhörde sollte wennmöglich der letzte Schritt sein.

Für eine weitergehende Beratung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Pethö
(Rechtsanwalt)

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