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Einbruch in Haus


16.10.2007 11:57 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Sehr geehrte Damen und Herren,
in mein Haus wurde von Freitag auf Samstagnacht eingebrochen. Es waren anscheinend mehrere Täter, die ganz gezielt hier eingebrochen sind. Die Kripo hat den Schaden aufgenommen u.s.w. Ich habe direkt, als ich den Einbruch gehört habe, die Polizei per Telefon informiert. Da die Polizei über 20 Minuten benötigte, war der Einbruch bereits vorbei und die Einbrecher über alle Berge. Da ich gegen 16.45 Uhr am Vorabend ein Fahrzeug verkauft hatte, befand sich ungewöhnlich viel Bargeld im Haus. Gezielt dieses Bargeld, wie auch noch andere Gegenstände wurden entwendet. Kein Vandalismusschaden. Den Einbruch habe ich nun bei meinem Versicherer gemeldet. Meine Frage nun. Laut telefonischer Auskunft des Schadensregulierers soll ein Bargeld von max. 1000€ versichert sein. Wo hätte ich Freitagsabend noch das Geld hinbringen können? Alle Banken hatten doch schon zu. Muss ich dieses Ergebnis akzeptieren, oder gibt es hier andere Rechtsprechungen? Ist es sinnvoll direkt einen Fachanwalt in dieser Sache zu beauftragen. Vielen Dank für Ihre Info.

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Sehr geehrter Fragesteller,

eine Einschränkung der Versicherungsleistung der Hausratversicherung bei Diebstahl von Bargeld ist grundsätzlich wirksam.

Häufig wird jedoch bei Versicherungen die Versicherungsleistung danach unterschieden wo das Bargeld aufbewahrt worden ist.
So ist häufig Bargeld über die grundsätzliche Begrenzung hinaus versichert, wenn wenn es sich nicht außerhalb verschlossener Wertschutzschränke befindet, die mindestens 200kg wiegen oder nach den Vorschriften des Herstellers fachmännisch verankert oder in der Wand oder im Fußboden bündig eingelassen sind (Einmauerschrank).

Ob die Auskunft der Begrenzung für Ihren Fall auf € 1.000 richtig ist, kann erst nach Einsicht in Ihre Vertragsunterlagen beantwortet werden. Sollten Ihnen diese nicht mehr vorliegen, muss das Versicherungsunternehmen Ihnen die für Sie geltenden Bedingungen überlassen. Die für Sie geltenden Bedingungen müssen nicht mit den aktuellen übereinstimmen, da die Versicherer diese regelmäßig anpassen.

Zur ausführlichen Prüfung Ihrer Vertragsbedingungen empfehle ich Ihnen einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl zu beauftragen. Ein Fachanwalt erscheint mir dafür nicht notwendig, da es sich in Ihrem Fall um eine verhältnismäßig einfache Vertragsprüfung handelt.

Ihr Argument, dass Sie das Geld nicht mehr zur Bank bringen konnten erhöht auch nicht Ihren Versicherungsschutz, da es Bankautomaten gibt bei denen man auch nach Schalterschluss Bargeld auf sein Konto einzahlen kann oder man seine Geschäfte so organisieren muss, dass man das Bargeld noch auf sein Konto einzahlen kann.
Ein diesbezügliches Urteil, das durch solche Umstände der Versicherungsschutz erweitert wird, ist mir jedenfalls nicht bekannt.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de
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