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Einbruch Ferienhaus Dänemark/Versicherung lehnt Zahlung ab!

| 05.07.2011 13:48 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Guten Tag,

ich schildere kurz den Fall:

Mein Mann und ich waren Ende Mai/Anfang Juni im Dänemarkurlaub. Als wir an einem Tag Mittags nach Hause kamen, stellten wir einen Einbruch fest.

Die Kameraausrüstung meines Mannes, sowie unsere Uhren wurden gestohlen. Des Weiteren wurde das Haus verwüstet.

Wir meldeten den Einbruch umgehend bei der örtlichen Polizei und bei unserer Hausratversicherung. Sobald wir wieder zurück in Deutschland waren, reichten wir die Schadensmeldung und die Belege bei der Versicherung ein.

Zwischenzeitlich haben wir eine Email von der Versicherung erhalten, dass die Unterlagen in ausländischer Sprache an ein Übersetzungsbüro weitergeleitet worden seien (Protokoll der Polizei und Anschaffungsbelege aus dem Ausland). Nach nunmehr 5 Wochen habe ich heute bei der Versicherung angerufen, um nach dem aktuellen Stand der Bearbeitung zu fragen. Der Herr von der Versicherung teilte mir mit, dass ein Schreiben zu mir unterwegs sei. Da mein Mann sich momentan auf Geschäftsreise befindet, fragte ich noch einmal nach, worum es in dem Schreiben ginge und ob noch Unterlagen nachgereicht werde müssten, denn ich müsste meinen Mann schnell kontaktieren. Er sagte mir, er bräuchte Unterlagen zu Fotokoffer, Speicherkarten, etc., dafür hatten wir keine Belege mehr, das haben wir der Versicherung aber auch in unserem ersten Schreiben mitgeteilt. Er sagte, die Uhren und die Kameraausrüstung seinen nicht versichert!!! Als ich erstaunt nachfragte, erklärte er mir, dass Kameras und Schmuck nicht in Ferienhäusern versichert seien und bezog sich auf folgenden §:

§ 1 Hausrat außerhalb der ständigen Wohnung
Abweichend von § 1 VHB 2000 sind nicht versichert:
1. in Wochenend-, Ferien-, Land-, Jagd-, Garten- und Weinberghäusern sowie in sonstigen nicht ständig
bewohnten Gebäuden: Bargeld und auf Geldkarten geladene Beträge, Urkunden einschließlich Sparbüchern
und sonstiger Wertpapiere, Schmucksachen, Edelsteine, Perlen, Briefmarken, Telefonkartensammlungen,
Münzen und Medaillen sowie alle Sachen aus Silber, Gold oder Platin, Pelze, handgeknüpfte Teppiche und
Gobelins, Kunstgegenstände (z. B. Gemälde, Collagen, Zeichnungen, Grafiken und Plastiken), Schusswaffen,
Foto-, Film- und andere optische Apparate sowie sonstige Sachen, die über 100 Jahre alt sind (Antiquitäten),
jedoch mit Ausnahme von Möbelstücken;
2. in Zweitwohnungen in ständig bewohnten Gebäuden: Bargeld und auf Geldkarten geladene Beträge, Urkunden
einschließlich Sparbüchern und sonstiger Wertpapiere, Schmucksachen, Edelsteine, Perlen, Briefmarken,
Telefonkartensammlungen, Münzen und Medaillen sowie alle Sachen aus Gold oder Platin, Pelze, handgeknüpfte
Teppiche und Gobelins sowie Kunstgegenstände (z. B. Gemälde, Collagen, Zeichnungen, Grafiken
und Plastiken).

Ich bin jedoch der Meinung, dass sich die Klausel auf nicht ständig bewohnte Ferienhäuser bezieht, die man besitzt und nicht auf gemietete Objekte zu Urlaubszwecken.
Nach Internetrecherchen und Rücksprache mit einem unabhängigen Versicherungsmakler bestätigte sich meine Vermutung.

Ich rief die Versicherung nochmals an und erklärte erneut explizit, dass das Ferienhaus lediglich für eine Woche gemietet war. Der Herr war meines Erachtens nach ein wenig unsicher und wusste nicht so recht, was er sagen soll. Dennoch meinte er, es spiele keine Rolle, ob das Ferienhaus uns gehöre oder nur angemietet sei. Ferienhaus sei Ferienhaus und Kameras und Schmuck seien dort nicht versichert.

Meine Frage:

Bin ich im Recht und muss die Hausratversicherung für die entwendeten Gegenstände aufkommen?

Wie soll ich weiter vorgehen?


Mit freundlichen Grüßen

M.K.

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung im Rahmen einer Ersteinschätzung gern wie folgt beantworte:

Nach dem von Ihnen zitierten Auszug bezieht sich der Ausschluss generell auf Ferienhäuser, so dass auch gemietete Ferienhäuser im Ausland grundsätzlich darunter fallen.

Soweit der Ausschluss wirksam vereinbart wurde und wirksamer Vertragsbestandteil ist, kann sich die Hausratversicherung grundsätzlich wirksam auf diese Vereinbarung berufen. Dies gilt insbesondere für die Fotoausrüstung, aber auch für die Uhren, soweit diese als Schmuck zu bewerten sind.

Nach vorläufiger Einschätzung wird die Hausratversicherung aufgrund dieses Ausschlusses nicht verpflichtet zu sein, den Schaden zu ersetzen.

Ich bedaure, Ihnen keine positivere Antwort geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 10.07.2011 | 22:45

Sehr geehrte Frau Jacobi,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Leider hatten Sie völlig Unrecht mit Ihrer Einschätzung.

Mitlerweile hat sich die Sache aufgeklärt und die Versicherung hat in der Tat einen Fehler gemacht, denn sie dachte, mein Hausrat würde sich dauerhaft am Schadenort in Dänemark befinden, d.h. sie dachte, das Ferienhaus gehöre mir oder ich habe es dauerhaft angemietet.

Aus diesem Grund greift nicht der o.g. Passus, sondern die Außenversicherung!

Meiner Meinung nach habe ich die Situation in meinem Text jedem verständlich geschildert, deshalb halte ich es eigentlich für nicht gerechtfertigt, für eine falsche Beurteilung Ihrerseits 20 € zu zahlen!

Mit freundlichen Grüßen

MK



Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.07.2011 | 11:35

Sehr geehrter Fragesteller,

die Antwort wurde auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und des von Ihnen zitierten Auszugs der Sondervereinbarung erstellt. Dass die Versicherung sich hier in einem Irrtum befand und davon ausging, die Sachen seien doch dauerhaft in dem Ferienhaus untergebracht, war aus Ihrer Frage nicht ersichtlich.

So wie Sie den Sachverhalt schilderten, schien die Frage der nicht dauerhaften Unterbringung der Sachen bereits geklärt, so dass man davon ausgehen konnte, dass sich der zitierte Passus als Zusatzvereinbarung auch auf die Außenversicherung bezieht. Denn nur die Außenversicherung wäre hier zum Tragen gekommen.

Ihre Frage war allgemein gehalten, ob sich dieser Passus auch auf angemietete Ferienhäuser oder nur auf eigene Ferienhäuser bezieht und diese Frage wurde zutreffend beantwortet. Eine Detailprüfung kann regelmäßig nur bei ausreichender Information erfolgen und ist nur selten im Rahmen einer Ersteinschätzung möglich, da dazu der gesamte Versicherungsvertrag inklusive der Versicherungsbedingungen und der bisherigen Korrespondenz zu prüfen wäre.

Deshalb hätten Sie evtl. früher eine Nachfrage stellen können und sollen, wenn Ihnen die Antwort unklar war oder Sie ausdrücklich eine
Stellungnahme dazu gewünscht hätten, ob dieser Passus auch dann noch Bestand hat, wenn sich die Versicherung wie von Ihnen jetzt mitgeteilt im Irrtum befindet. Die Antwort wäre dann mit Sicherheit ergänzt worden und wäre wohl auch deutlich anders ausgefallen.

Da die von Ihnen gestellte Frage, ob sich der Ausschluss auch auf angemiete Ferienhäuser bezieht, wurde korrekt nach den bekannten Informationen beantwortet, so dass es keinen Anlass gibt, den ausgelobten Mindesteinsatz zurück zu verlangen.

Ich bitte um Ihr Verständnis und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 13.07.2011 | 01:05

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der sachverhalt wurde von mir ausführlich geschildert und ließ keine fragen offen.rechtfertigung der anwältin deshalb nicht zu akzeptieren.ein anwalt mit fachrichtung vers.recht hätte gewusst,dass in meinem fall nicht der besagte passus,sond. die außenvers. greift.ich hab auch gesagt,dass ich glaube die vers. irrt sich!LESEN!und wie hätte ich ihnen das wohl früher mitteilen sollen, wenn ich es erst 4 tage später erfahren habe???2 andere anwälte und 3 andere vers. haben mir das mitlerweile auch so bestätigt.der genannte passus steht in JEDEN vers.beding.,auch das hätte die anwältin wissen müssen,wenn sie sich im vers.recht auskennen würde!ihre aussage,ich hätte den sachverhalt nicht genau geschildert,ist deshalb von mir nicht zu akzeptieren.ihre begründung,wenn das da so in den versicherungsbedingungen steht,dann ist es auch so,würde ich als laie wohl denken,aber als anwalt im vers.recht sollte man es besser wissen!es ist nicht gerechtfertigt für eine FALSCHE antwort geld zu nehmen!

"
Stellungnahme vom Anwalt:

Was soll man dazu noch sagen?!