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Einbehaltung von Kaution & Betriebskostenguthaben wg. Teppichbodenabnutzung

04.08.2005 15:51 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann


Sehr geehrte Anwälte!

Am 31.08.04 zogen wir nach 3 Jahren Mietdauer aus unserer Mietwohnung aus. Die Wohnungsübergabe erfolgte am 14.09.04. Im Übergabeprotokoll wurde vermerkt, dass der verlegte Teppichboden abgenutzt sei oder ein Materialfehler vorliegt. Das Schadensbild stellte sich so dar, dass der Teppich verschieden stark ausgeblichen und zum Teil sehr stark in seiner Faserigkeit beschädigt war. Dies betraf alle Räume mit Fenstern und dort nur Bereiche, wo keine Möbel standen bzw. wo Sonnenlicht auf den Boden scheinen konnte.
Die Hausverwaltung beschuldigte uns wenig später, dass wir unsachgemäß den Teppich gereinigt hätten oder falsche Reinigungsmethoden angewandt hätten. Dies war aber nicht der Fall, da wir stets nur den Staubsauger benutzten. Zunächst forderte die Hausverwaltung von uns ca. 1330,- € Schadensersatz. Dies lehnten wir ab.
Bei einem Vor-Ort-Termin am 05.01.05 lenkte die Hausverwaltung nach dem Austausch der Argumente etwas ein und wollte nunmehr noch 50% von der ursprüngliche geforderten Summe haben. Auch dies lehnten wir ab. Nach diesem Termin ermittelten wir über den Hersteller des Teppichbodens und dessen Deutschland-Vertreter, dass Teppiche dieser Firma durchaus durch hereinfallendes Tageslicht mehr oder weniger ausbleichen können. Der Grad dieser Ausbleichungen hinge von der Qualität des Teppichs, Beschaffenheit etc. ab. Es wurde durchaus eingeräumt, dass das geschilderte Schadensbild durch Sonnenlicht verursacht wurde.
Die mittlerweile eingeschaltete Versicherung lehnte die Regulierung ab, da hier Abnutzung und Verschleiß vorliege. Seit diesem Sachstand fand kein Schriftverkehr mehr statt, bis letzte Woche: Wir erhielten die Betriebskostenabrechnung für 2004 und uns stünde ein Guthaben in Höhe von ca. 233,- € zu. Jedoch wird dieses Guthaben seitens der Hausverwaltung einbehalten mit der Begründung, dass der Teppichboden übermäßig abgenutzt sei. In einem heutigen Telefonat mit der Hausverwaltung wurde erklärt, dass die Hausverwaltung unsere Kaution (731,- €) frei gibt, wenn sie unser Guthaben aus der Betriebskostenabrechnung einbehalten dürfen.

Wie ist die Rechtslage? Wie sollen wir uns verhalten, auf den Deal eingehen oder nicht? Oder steht uns 100%ig das gesamte Geld zu? Welche Kosten würden uns erwarten, wenn wir den Rechtsweg bestreiten?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der mir von Ihnen mitgeteilten Informationen gerne summarisch beantworten möchte.

Grundsätzlich ist es so, dass sie Schadensersatz für den Teppich nur dann schulden würden, wenn tatsächlich Schäden durch Sie verursacht worden wären. So wie Sie den Sachverhalt schildern, liegen lediglich normale Abnutzungserscheinungen vor, die im Rahmen des Mietvertrages, soweit nicht ausnahmsweise eine andere mietvertragliche Regelung getroffen wurde, durch die geleistete Miete abgegolten sind. Von daher schulden sie keinen Ersatz für die Kosten eines neuen Teppichs. Obendrein dürfte ihr Vermieter auch nicht seriös darlegen können, dass sie den Teppich beschädigt haben, da das Übergabeprotokoll insoweit eindeutig ist. Selbst eine Beschädigung aufgrund eines Materialfehlers wäre Ihnen nicht anzulasten.

Von daher ist auch eine Aufrechnung mit der Rückzahlung aus der Betriebskostenabrechnung unzulässig. Von daher kann ich Ihnen nicht empfehlen, auf den „Deal“ einzugehen.

Wenn Sie den Rechtsweg beschreiten, fallen bei einer Rückforderung von 233 € in etwa 75 € Gerichtskosten an, ferner (inkl. Terminsgebühr) 90,48 € Anwaltskosten. Bei Geltendmachung von diesen 233 € zzgl. Rückzahlung der Mietkaution fallen 165 € Gerichtskosten an, ferner (inkl. Termins Gebühr) 302,76 € Anwaltskosten.

Ich hoffe, Ihnen mit der Prüfung der Rechtslage weiter geholfen zu haben. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Vertretung – soweit erforderlich – zur Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-
www.anwaltskanzlei-hellmann.de

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