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Einbehalten von Privatgütern


28.09.2007 11:38 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Guten Tag,

ich bin Mitte 2002 aus der Wohnung meines Freundes, mit dem ich 5 Jahre zusammen war ausgezogen. Seit dem versuche ich in unregelmäßigen Abständen meine Privatgüter zu bekommen. Er hat aber ständig Ausreden, warum es nicht klappt. Da ich nicht einfach mit einem Möbelwagen vor der Tür stehen wollte und mit meinem Schlüssel in die Wohnung (weil wäre ja Hausfriedensbruch, da seine Wohnung!) - zieht sich das Ganze nun schon 5 Jahre (!) hin. OK, zugegeben: Sehr konsequent war ich wohl nicht.
Nun habe ich ihn schriftlich gebeten mir Auskunft zugeben, bis wann er mir die Möbel auszuliefern kann, bzw. wir wir es jatzt am besten machen. Das Ganze mit einer Frist innerhalb derer er sich zu melden hat. Gemeldet hat er sich auch "fristgemäß", aber auch nur um mir zu sagen, er meldet sich die innerhalb der nächsten beiden Tage. Das ist nun auch schon wieder 3 Wochen her.

Nun meine Frage: Wann verjährt mein Recht auf meine Möbel? Wie komme ich an meine Möbel?
Außerdem sind noch ca. € 1.500,- Kaution von mir hinterlegt - ich habe ihm sogar schon angeboten, mit diesem Geld den Transport der Möbel zu bezahlen und er soll das Ganze terminlich für sich planen und mir dann nur noch Bescheid geben wann die Sachen bei mir eintreffen. Mehr entgegenkommen geht doch fast nicht?

Um folgende Güter geht es:
2 antike Schränke
1 antiker Kühlschrank
1 antiker Schreibtisch
diverse Haushaltsgüter

Kann ich, da ich schon eine Frist gesetzt habe, die nicht sinnvoll eingehalten wurde, einen draufsetzen und mit einem Anwaltsschreiben einen nachsetzen? Und ich bin seit März 2005 Rechtschutzversichert, würde meine Versicherung im Falle eines Rechtsschtreits zahlen?

Ich danke im Voraus recht herzlich für eine erste Einschätzung, da mir das Ganze mittlerweile schon ziemlich unter den Nägeln brennt!

Mit freundlichen Grüßen,
TM

Sehr geehrte Ratsuchende,


die Rechtsschutzversicherung wird hier leider nicht eingreifen, da es ein vorvertraglicher Versicherungsfall ist.

Da der Ex-Freund aber die Fristen nicht beachtet hat, befindet er sich in Verzug und muss dann auch die Kosten der Rechtsverfolgung tragen. Hier müssen Sie aber bedenken, dass Sie vorrangig als Auftraggeber haften.

Gleichwohl sollten Sie einen Anwalt beauftragen, da die Gegenseite nicht adäquart reagier, es also auf eine Herausgabeklage hinauslaufen wird.

Da Sie Eigentumsherausgabeansprüche geltend machen, verjähren Ihre Ansprüche nach § 197 BGB erst nach 30 Jahren.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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