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Einbehält der Kaution nach Auflösung des Mietvertrags mit dem Nachmieter

06.01.2020 16:44 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe in einer WG mit Einzelmietverträgen gewohnt. Mein Zimmer habe ich zum 31.03.2020 gekündigt, jedoch habe ich zum 01.01.2020 einen Nachmieter gefunden. Er und der Vermieter dachten, dass die anderen Bewohner der WG einverstanden wären. Schriftlich wurde nirgends vereinbart, dass alle mit dem neuen Mieter einverstanden sein müssen. Der Vermieter hatte uns bisher immer freie Hand gelassen mit der Begründung, die Gemeinschaft müsse mit der neuen Person auskommen. Ihm sei es egal. Der Nachmieter hat Miete und Kaution an den Vermieter bezahlt und sich außerdem bereiterklärt einen Schrank und Rollos von mir zu übernehmen, welche sich nun noch in der Wohnung befinden. Eine Zahlung hierfür ist noch nicht erfolgt. Die Schlüsselübergabe sollte am 08.01.2020 stattfinden – die Schlüssel sind also noch in meinem Besitz. Eine offizielle Übergabe des Zimmers hat nicht stattgefunden. Der Vermieter meinte, dass sich der Nachmieter schon melden wird, wenn etwas nicht stimmt.
Nun wurde der Mietvertrag aufgelöst, vermutlich, weil ich aufgrund falscher Tatsachen vermittelt habe. Meine Frage ist nun, ob ich weiterhin Miete zahlen muss und ob der Vermieter die Kaution einbehalten bzw. mir nur anteilig zurückzahlen darf, da ihm nun die Miete für den Januar ausfällt. Müssen die Möbel noch abgelöst werden, wenn ja von wem oder muss ich sie nun aus dem Zimmer entfernen? Was muss ich noch beachten und auf welche Paragraphen kann ich mich beziehen?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen



Einsatz editiert am 06.01.2020 17:44:48

Einsatz editiert am 07.01.2020 09:38:32

07.01.2020 | 10:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

So wie ich Sie verstanden habe, haben Sie den Mietvertrag im Einvernehmen mit dem Vermieter vorzeitig beendet, unter der Bedingung, dass ein Nachmieter gefunden wird. Der Mietvertrag mit dem Nachmieter ist jedoch nicht zustande gekommen, da Sie dem Nachmieter falsche Tatsachen mitteilten.
Daher ist die Bedingung nicht eingetreten und Ihr Mietvertrag nicht beendet. Sie sind daher verpflichtet, bis zum vertraglich vereinbarten Ende Miete zu zahlen. Zur Sicherung der Ansprüche aus dem Mietverhältnis kann der Vermieter auch die Kaution zurückbehalten.

Sollte der Mieter sich dennoch einverstanden erklären, den Mietvertrag vorzeitig zu beenden - ohne auf Mietzinszahlung zu beharren - dann müssen Sie selbstverständlich nichts nachzahlen.

Bei der Rückgabe muss die Wohnung gem. §546 BGB geräumt sein, ansonsten liegt keine Rückgabe vor bzw. Sie machen sich schadensersatzpflichtig.

Ansprüche gegen den Nachmieter haben Sie ebenfalls nicht da Sie ihm unter Angabe von falschen Angaben die Möbel verkauften, er könne in die Wohnung einziehen. Dadurch ist die Geschäftsgrundlage weggefallen gem. §313 Abs. 1 BGB .

Fazit: Sie müssen sich leider so behandeln lassen, als wäre der ursprüngliche Vertrag mit dem Vermieter noch gültig.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Richter


Rückfrage vom Fragesteller 07.01.2020 | 11:14

Sehr geehrter Herr Richter,

vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Der Nachmieter und Vermieter haben den Mietvertrag abgeschlossen. Beide Vertragspartner haben unterschrieben.Nachträglich wurde er jedoch wieder aufgelöst.

Ist die Situation für mich dann immer noch die gleiche?

Lieben Dank im Voraus.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.01.2020 | 11:17

Sehr geehrter Fragesteller,

ja das Ergebnis ändert sich nicht dadurch.
Da die Bedingung weggefallen ist, ist die vorzeitige Beendigung Ihres Vertrages gegenstandslos.

Leider kann ich Ihnen keine günstigere Antwort geben.

Beste Grüße
RA Richter

ANTWORT VON

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