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Einbauküche - Reklamation

| 01.10.2018 11:56 |
Preis: 45,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


15:58
Sehr geehrte Amen und Herren,
am 09. Juli 2018 sollte unsere Küche vom Möbelhaus eingebaut werden. Uns wurde aber eine Baustelle hinterlassen, weil die Arbeitsplatte auf der Spülenseite und die Arbeitsplatte auf der Theke nicht die bestellte Tiefe aufwiesen. Dies hatte zur Folge, dass keine Hängeschränke, Nieschenverkleidungen, Sokelblenden uvm. montiert werden konnten. Das gesamte Zubehör dazu wurde in unserer Garage deponiert. Die Küche wurde zwar funktionstüchtig gemacht mit allen Geräten aber ist seither trotzdem ein Provisorium.
Am 13. September (3 Monate Wartezeit) erschienen die Monteure wieder zur Fertigstellung. Es stellte sich heraus, dass die neue Arbeitsplatte für die Theke gar nicht bestellt wurde und die Arbeitsplatte auf der Spülenseite beschädigt war. Ebenso wurde ein Abluftrohr am Phrasenabzug Kochfeld nicht bestellt.
Das Provisorium blieb weiterhin. Es wurden noch mehr Zubehörteile in der Garage gelagert.
Für die Küche haben wir leider am Tag vor der Lieferung den gesamten Kaufpreis von 14.950 Euro überwiesen.
Wir haben also keine Möglichkeit am Kaufpreis einen Abzug zu machen.
Das Möbelhaus lässt uns nun total hängen.
In der Auftragsauskunft es Möbelhauses ist eine Fertigstellung auf "Ende Oktober" datiert. Meines Erachtens müsste oder könnte die Fertigstellung schneller vonstatten gehen. Was habe ich bitte für Möglichkeiten, eine Entschädigung für den ganzen Ärger rauszuhandeln o.ä?
Gibt es dafür einen Musterbrief?
01.10.2018 | 13:03

Antwort

von


(1520)
Tirpitzstr.21
26122 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Um Ersatzansprüche geltend zu machen, müsste das Möbelhaus entweder einen Schaden verursacht haben oder mit der mangelfreien Fertigstellung im zeitlichen Verzug sein. Wenn sich das Möbelhaus vertraglich nur zu einer Fertigstellung Ende Oktober verpflichtet hat, dann sind Ihnen derzeit leider die Hände gebunden und Sie müssen diesen Termin erst einmal abwarten, bevor Sie weitergehende Ansprüche geltend machen können. Zu denken wäre hier bestenfalls an Lagerkosten für die gelieferten, aber noch nicht einbaubaren Gegenstände.

Es sollte aber geprüft werden, ob tatsächlich der Fertigstellungstermin Ende Oktober noch Bestand hat. Denn Sie schreiben, dass die Küche am 09.07. eingebaut werden sollte. Möglicherweise wurde dadurch der Fertigstellungstermin abweichend vom im Auftrag festgelegten Termin rechtlich bindend vorgezogen. Denn die zeitliche Differenz von mehreren Monaten zwischen Einbautermin und endgültiger Fertigstellung erscheint mir sehr ungewöhnlich. Ohne Einsicht in alle relevanten Unterlagen und den Schriftverkehr dazu lässt sich dies aus der Ferne aber leider nicht abschließend beurteilen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Nachfrage vom Fragesteller 01.10.2018 | 15:14

Hallo, natürlich die Küche sollte am 09. und 10.07.2018 eingebaut und fertiggestellt sein. Nicht Ende Oktober. Infolge fehlenden oder falschen Bestellungen v. S. des Möbelhauses hat sich der Fertigstellungstermin auf den 13. 09. verschoben.
An diesem Tag mussten die Monteure wieder unverrichteter Dinge abziehen weil die fehlenden Teile wieder falsch oder
nicht bestellt waren.
Nun hat man uns einen neuen Fertigstellungstermin "Ende Oktober"angegeben. Müssen wir damit einfach einverstanden
sein, dass man 4 Monate auf einen Fertigstellungstermin warten muss?
Gibt es in der Rechtsschreibung keinen § dafür wenn das Möbelhaus mit der "mangelfreien Fertigstellung derart in Verzug ist?
Ihre Antwort ist für uns nicht zufriedenstellend. Gerne hätten wir ein Musterschreiben, womit wir dem Möbelhaus mal etwas
Druck machen und auf eine Entschädigung pochen könnten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.10.2018 | 15:58

Vielen Dank für die weiteren Informationen. Leider hatte ich Ihre Angaben anders verstanden, bitte entschuldigen Sie das Missverständnis.

Wenn verbindlich ein Einbau der Küche bis spätestens 10.07. zugesagt wurde, dann befindet sich das Möbelhaus im Verzug gemäß § 286 BGB. Selbst bei einer unverbindlichen Zusage darf sich das Möbelhaus nicht mehrere Monate Zeit lassen, zumal die Verzögerung auf dem Verschulden des Möbelhauses beruht. ich gehe davon aus, dass Sie die Fertigstellung auch bereits angemahnt haben.

Ein allgemeines Musterschreiben empfiehlt sich für diesen speziellen Einzelfall nicht. Schreiben Sie dem Möbelhaus eine letzte Mahnung und verlangen Sie unter Berufung auf den ursprünglich zugesagten Termin eine Fertigstellung innerhalb von 7 Tagen. Kündigen Sie für den fruchtlosen Fristablauf die Teilkündigung des Vertrages und eine Ersatzvornahme, also eine Fertigstellung durch Dritte auf Kosten des Möbelhauses an. Stellen Sie auch eine Schadensersatzforderung in Aussicht. Das Landgericht Tübingen (1 S 145 / 88, NJW 1989, 1613 ff.) hat bei einem verzögerten vollständigen Kücheneinbau eine Nutzungsausfallentschädigung von 500 DM zugesprochen, aufgrund der Dauer der Verzögerung halte ich in Ihrem Fall 500 € durchaus für angemessen.

Mit freundlichen Grüßen

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Bewertung des Fragestellers 01.10.2018 | 17:29

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