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Eilverfahren Aufenthaltsbestimmungsrecht

27.01.2015 10:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Eine Freundin von mir hat sich von Ihrem Mann getrennt. Als er mal 3 Tage das Kind hatte da sie im Ausland war (das Kind wollte eigentlich nicht zu ihm sondern bei der Oma bleiben) tauchte er bei der ankunft am Flughafen auf und teilte Ihr durch einen Brief seiner Anwältin mit das Sie ihr Kind nicht mehr sehen wird und er es in Sicherheitgebracht hat.
Mit dem Kind ist er nicht im eigentlichen Wohnhaus sondern (wie sich später herausstellte) bei seinen Eltern untergekommen. Jeglichen Versuch von Kontaktaufnahme unterbindet er. Er hat das Kind aus der KITA genommen damit Sie nicht darüber in Kontakt kommt.

Er erhebt Anschuldigungen das Sie psychisch krank sei und auch plane mit dem Kind das Land zu verlassen.
Nun war sie bei der Polizei und hat Anzeige wegen Entzug von Minderjährigen (oder so ähnlich) gestellt. Die Polizei fand das Kind dann tatsächlich bei Ihm und er weigert sich nach wie vor Ihr Kontakt zu gewähren. Nun gibt es einen Termin für ein Eilverfahren zum Aufenthaltsbestimmungsrecht. Die Richterin hat aber bereits mitgeteilt das Sie das Kind nicht anhören wird (ist 6 jährig) und meine Freundin macht sich tierische Sorgen das er das Kind weiterhin behalten kann.
Bisher hat Sie sich immer um das Kind gekümmert. Sie jeden Tag zur Kita gebracht und abgeholt, sich krankschreiben lassen wenn es krank war usw. Ihr (Noch)Ehemann hat sich so gut wie nie um das Kind gekümmert da er als Zeitsoldat oft garnicht anwesend war

Wie sehen Sie die Situation und die Tatsache das die Richterin das Kind nicht anhören möchte

27.01.2015 | 12:30

Antwort

von


(745)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der "Kontinuitätsgrundsatz" spielt bei der Frage, wo das Kind weiter seinen gewöhlichen Aufenthalt haben wird, eine maßgebliche Rolle.

Sie schildern weder, wie lange die Trennung zurückliegt, noch wie lange das Kind sich bereits in der Obhut des Vaters befindet. Aufgrund der Tatsache, dass das Kind nach der Trennung aber offenbar länger bei der Mutter war und diese den Aufenthalt bestimmte und auch aufgrund der Tatsache, dass der Vater das Kind der Mutter gegen Ihren Willen vorenthält, sollte das Aufenthaltsbestimmungsrecht allerdings der Mutter zugesprochen werden.

Selbstverständlich spielen aber die gesamten Umstände des Falles eine Rolle, so dass eine abschliessende Beurteilung ohne Kenntnis der Einzelheiten nicht erfolgen kann.

Kinder sollten in der Regel in familiengerichtlichen Kindschaftsverfahren angehört werden, § 159 II FamFG . Unter Umständen soll die Anhörung nur vorläufig unterbleiben, weil das Gericht den Verlauf des Termins abwarten will. Grund hierfür kann sein, dass eine Einigung zu erwarten ist.

Die Kindesmutter sollte sich in dem laufenden Verfahren in jedem Fall anwaltlich vertreten lassen. Sofern dies bislang nicht der Fall ist, sollte umgehend ein Rechtsanwalt hinzu gezogen werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 27.01.2015 | 12:58

Hallo. Die Trennung war am 17.12.2014 und das Kind ist nun seit Montag 19.1. beim Vater und wird nichtmehr herausgegeben.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.01.2015 | 13:09

Dann ist die Trennung insgesamt also noch recht "frisch". Das Gericht wird prüfen, was dem Kindeswohl am besten entspricht. Der gewöhnliche Aufenthalt beim Vater oder bei der Mutter. Aufgrund des eigenmächtigen Verhaltens des Vaters, sollte das Gericht der Mutter im einstweiligen Anordnungsverfahren das Aufenthalts-bestimmungsrecht zusprechen, wenn eben nicht gewichtige Gründe des Kindeswohls dagegen sprechen.

ANTWORT VON

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