Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Eilt! Beantwortung aller enthaltenen Fragen:

15.09.2008 11:31 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


Als mir eine Mietpartei wegen zum Teil vorgetäuschten Mängeln weder Miete noch Nebenkosten zahlte übergab ich dies einem Anwalt um die entstandenen Schulden einzuklagen. Da die Wohnung mittlerweile gekündigt war errechnete sich der Streitwert auf über 5000 €.
Die meisten Details, die ich meinem Anwalt hierzu nannte, brachte dieser nicht vor weil er "das Pulver noch nicht verschießen wollte". Mein Eindruck war schon damals, dass er keine Zeit hatte sich darum zu kümmern. Habe ich einen Schadensersatzanspruch wenn ich hierdurch rechtliche Nachteile erleide?
Auf die vorgelegte Rechnung in Höhe von über 800€ zahlte ich 300€ an und einigte mich mit dem Anwalt den Rest bei Beendigung des Rechtstreites zu zahlen.
Als die Gegenpartei ein Beweissicherungsverfahren beantragte verlangte ich von meinem Anwalt, dafür zu sorgen, dass ein bestimmter Gutachter, mit dem ich schlechte Erfahrungen gemacht hatte (er hatte bereits 3 Jahre zuvor für diese Wohnung ein in mehreren Punkten unrichtiges Gutachten erstellt) nicht beauftragt wird. Mein Anwalt behielt dies für sich weil es sehr unwahrscheinlich wäre, dass genau dieser Gutachter beauftragt wird.
Nachdem dann mehrere Monate später dieser Gutachter beauftragt werden sollte lehnte mein Anwalt diesen ab. Dieses Schreiben wurde dann von der zuständigen Richterin übersehen und Sie beauftragte diesen Gutachter. Nachdem ich dann ärgerlich von meinem Anwalt verlangte den Gutachter wegen Befangenheit abzulehnen erklärte mir dieser er sehe keinen Erfolg in diesem Begehren und ich könne ja dann dagegen vorgehen wenn auch dieses Gutachten falsch ist. Im Übrigen habe er sich das alte Gutachten mit einem Sachverständigten angeschaut und ist zu dem Schluss gekommen, dass es keine Fehler enthalte. Auf meine Frage wer dieser Sachverständigte ist gab er mir keine Antwort. Außerdem sollte ich den Rechtstreit nicht mehr weiter verfolgen weil er keine Aussicht auf Erfolg verspreche.
Der Gutachter wünschte in seinem Einladungsschreiben das ich Ihm evt. vorhandene diverse Bauunterlagen einreichen sollte. Als ich das nicht tat weil ich diese ja schon beim letzten Gutachten eingereicht hatte nahm dies mein Anwalt zum Anlass mir dieses und die beiden dazugehörigen Mandate s.u. zu kündigen. Da ich nur noch 1Tag Zeit hatte stellte ich selbst einen Antrag auf Befangenheit des Gutachters und der Ortstermin wurde aufgehoben. Daraufhin gab der Gutachter einige Wochen später seinen Auftrag zurück. Da ich aufgrund der Aussage meines Anwaltes einen Anwalt brauchte, der sich im Bauwesen auskannte um die im Gutachten definitiv vorhandenen Mängel zu erkennen, benötigte ich insgesamt mehr als 14Std. um diesen zu finden, aufzusuchen, alles zu besprechen und Ihn zu beauftragen. Ist der erste Anwalt mir gegenüber Schadensersatzpflichtig?
Der neue Anwalt möchte aber zu der hier dargestellten Gebührenrechtlichen Problematik nichts sagen. Inzwischen fragt das Gericht an, wer die angefallenen 350€ für den Gutachter zahlen soll? Wer muss das tun?
Das zweite Mandat ging um das eintreiben eines Teiles der Schuld und eine Strafanzeige, die mein Anwalt gegen diese Mieter gestellt hatte weil Sie mir anstelle der Kaution eine Lohnabtretung im Falle von Mietschulden zugesichert hatten. Als wir diese nutzen wollten lehnte der Arbeitgeber diese ab, weil sie im Arbeitsvertrag ausgeschlossen war. Die Strafanzeige wurde mittlerweile eingestellt. Mit welcher Begründung kann ich hier Einspruch einlegen? Hierfür verlangt mein Anwalt nun per Mahnbescheid über 400€. Ich bin davon ausgegangen dass hier keine zusätzlichen Kosten entstehen. Ich erinnere mich nicht Ihm hierzu ein zusätzliches Mandat erteilt zu haben.
Ist das berechtigt, hätte er mich nicht auf diese Kosten aufmerksam machen müssen und kann ich gegebenenfalls diese Kosten von den Mietern zurückverlangen?
Das dritte Mandat ist das zur o.g. Klage von der Gegenseite beantragte Beweißsicherungsverfahren in dem mein erster Anwalt total versagt hat. Hierfür verlangt dieser nun per Mahnbescheid ebenfalls über 400€. Was kann ich dagegen tun? Ich habe daran gedacht mich an die Anwaltskammer zu wenden. Hat mein erster Anwalt trotz mangelhafter Arbeitsweise Anspruch auf Zahlung seiner Rechnungen? Diese Gebühren fallen nun ein 2.Mal für den neuen Anwalt an.

Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen summarisch wie folgt beantworten:


>> Habe ich einen Schadensersatzanspruch wenn ich hierdurch rechtliche Nachteile erleide?

Wenn durch eine fehlerhafte Beratung ein Schaden entsteht, können Sie diesen ersetzt verlangen.

>>Ist der erste Anwalt mir gegenüber Schadensersatzpflichtig?

Wenn die Niederlegung des Mandates zu unrecht erfolgte, haben Sie zumindest Anspruch auf Ersatz der mehrfachen Anwaltskosten. Die Zeit für die neue Suche dürfte jedoch kaum ersatzfähig sein. Ob die Niederlegung berechtigt war, kann nicht abschließend beurteilt werden. Ich halte es zumindest für fraglich, ob hier das Vertrauensverhältnis derart zerstört war.

>>Wer muss das tun?

Das muss Ihnen der Kollege in diesem Verfahren sagen. Letztendlich wäre dies wohl Folge einer gerichtlichen Kostenentscheidung.

>>Mit welcher Begründung kann ich hier Einspruch einlegen?

Sie können gegen die Einstellung Beschwerde zur Generalstaatsanwaltschaft einlegen. Diese SOLL begründet werden. Im Zweifel legen Sie die Straftaten nochmals dar und verweisen Sie auf die bisherige Akte. Genaues vermag ich natürlich ohne Sachverhaltskenntnis nicht zu sagen.

>>Ist das berechtigt, hätte er mich nicht auf diese Kosten aufmerksam machen müssen und kann ich gegebenenfalls diese Kosten von den Mietern zurückverlangen?

Für die Beschwerde und Strafanzeige entstehen Gebühren, einen gesonderten Hinweis für die Auftragserweiterung halte ich für entbehrlich, es sei denn, es wurden bestimmte Sätze fest vereinbart.

>> Was kann ich dagegen tun?

Widerspruch einlegen, Aufrechnung mit Schadenersatzforderungen hilfsweise erklären und auf mangelhafte Leistung abstellen. Die Beschwerde zur Kammer ist möglich.

>>Hat mein erster Anwalt trotz mangelhafter Arbeitsweise Anspruch auf Zahlung seiner Rechnungen?

s.o.



Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70557 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr gute Beratung und sehr schnell. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alle Fragen zufriedenstellend beantwortet! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Top! Die Antwort mir sehr weitergeholfen! ...
FRAGESTELLER