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Eilbegutachtung während der Kurzzeitpflege

| 15.08.2016 17:17 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Meine Mutter ist 90 Jahre alt und in der Pflegestufe 0. Vor ein paar Wochen ist sie gestürzt und hat sich den rechten Arm verrenkt/verstaucht/angeknackst. Nach dem Krankenhausaufenthalt ist sie nun in der Kurzzeitpflege. Der rechte Arm schmerzt aber weiterhin. Sie kann sich nicht selbständig anziehen, zur Toilette gehe, waschen, Zähne putzen und die Nahrung aufnehmen, ist also im Augenblick ein Pflegefall. Meine Frage lautet daher:

Was passiert, wenn sie nach Hause zurückkommt und weiterhin eingeschränkt leben muss? Wird sie dann wie bisher nach Pflegestufe 0 "abgerechnet" oder kann durch Eilbegutachtung die Höherstufung in die Pflegestufe 1 erreicht werden - zumindest so lange bis sie wieder einigermaßen fit ist? Die Krankenkasse ist der Meinung, dass die Pflegestufe 1 nur dann gewährt wird, wenn der pflegebedürftige Zustand länger als sechs Monate dauert. Den erhöhten Aufwand für den Pflegedienst müssten wir in unserem Fall daher selbst tragen.

Zur Information: Meine Mutter ist auf einen Pflegedienst angewiesen, weil alle Kinder zu weit entfernt leben.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Gemäß der gesetzlichen Regelung in § 14 Abs. 1 SGB XI liegt eine Pflegebedürftigkeit vor, wenn eine Person wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße (§ 15 SGB XI) der Hilfe bedarf. Damit ist die Prognose zu stellen, dass Ihre Mutter mindestens für 6 Monate gemäß gesetzlicher Definition pflegebedürftig ist bzw. sein wird. Dies stellt die Pflegekasse grundsätzlich mit Hilfe eines Pflegegutachtens des Medizinischen Dienstes fest.
Was Sie tun können und sollten, ist umgehend einen Pflegeantrag bei der Pflegekasse zu stellen (angesiedelt bei der Krankenkasse Ihrer Mutter) und eine entsprechende Höherstufung zu beantragen. Der Medizinische Dienst würde sodann mit der Begutachtung beauftragt werden. Leistungen würden entsprechend rückwirkend gewährt werden ab Antragstellung. Die Begutachtung müßte innerhalb von 5 Wochen erfolgen. Die Entscheidung über die Höherstufung erfolgt durch die Pflegekasse aber grundsätzlich nur auf Grundlage des Gutachtens des MDK.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 15.08.2016 | 17:51

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