Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Eigentumswohnung in der Tochter und Freund wohnen


| 30.04.2007 14:35 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Meine Schwiegermutter besitzt eine Eigentumswohnung, in der bis jetzt nur Ihre Tochter wohnt. Nun möchte auch ich mit in diese Wohnung ziehen.
Da die Mutter diese Wohnung aber stuerlich geltend macht, hat sie Angst, dass durch ein Einzug meinerseits die Nutung nicht mehr als "Eingenbedarf" anerkannt wird.
Ich würde aber sowieso weiterhin bei meiner alten Adresse gemeldet sein können, es geht lediglich darum, dass ich in der neuen Wohnung lebe und mein Name an Klingel und Postkasten stehen.

Spricht aus steuerliche Sicht etwas dagegen? Bzw. gilt "das Leben" in der Wohnung oder ob man dort gemeldet ist?


Vielen Dank!
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

Sie können aus steuerlicher Sicht Ihrer Schwiegermutter die Angst nehmen und in die Wohnung einziehen.

Der Anspruch auf die Eigenheimzulage bleibt ihr erhalten, da es sich auch dann noch um eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken handeln würde.

Nach § 4 Satz 2 EigZulG liegt eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken auch dann vor, wenn eine Wohnung unentgeltlich an einen Angehörigen (hier: der Tochter) zu Wohnzwecken überlassen wird. Das setzt voraus, dass die Tochter die Wohnung tatsächlich zu Wohnzwecken nutzt.

Letztere Voraussetzung ist gegeben, wenn die Tochter allein oder ZUSAMMEN MIT ANDEREN IN DEN HAUSHALT AUFGENOMMENEN PERSONEN (z. B. Sie) in der Wohnung wohnt (BFH v. 05.09.2001, BStBl 2002 II S. 343).
Der Angehörige muss nur die tatsächliche Sachherrschaft über die Wohnung haben. Ausdruck hierfür sind beispielsweise das unbeschränkte Zutrittsrecht zu der Wohnung, das Recht, über den Zutritt anderer Personen selbstständig zu bestimmen, sowie die den persönlichen und wirtschaftlichen Bedürfnissen des Angehörigen entsprechende Ausstattung.
Diese Voraussetzung scheint aber hier erfüllt zu sein.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.


Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Bewertung hat mir geholfen den Sachverhalt zu klären und hat die gestellte Frage sehr präzise beantwortet! "