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Eigentumswohnung - Schenkung oder Vererben?

| 05.11.2013 15:08 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung: Immobilie - besser vererben oder verschenken?

Nach erfolgter Scheidung habe ich mit meiner Ex eine Eigentumswohnung gekauft, und auf Wunsch der finanzierenden Bank die Bürgschaft übernommen. Nun ist der Darlehensbetrag
abgetragen, aber ich stehe nach wie vor als 50% Eigentümer in den Papieren. Ich würde gerne meiner Ex-Frau die Eigentumswohnung zu 100% überlassen. Aber wie werde ich meinen 50% Anteil wieder los ? Schenkung ? Oder als Erbteil für das gemeinsame Kind?
Welches ist die kostengünstigste Methode ?

-- Einsatz geändert am 05.11.2013 15:16:03

Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen im Rahmen einer anwaltlichen Erstberatung gerne beantworte.

Nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass Sie im Grundbuch als Miteigentümer der in Rede stehenden Immobilie eingetragen sind. Jetzt stellt sich die Frage, wie Sie Ihren Anteil an der Eigentumswohnung so kostengünstig wie möglich entweder an Ihre Ex-Ehefrau bzw. an das gemeinsame Kind übertragen können.

Wie sich eine Schenkung oder Erbschaft steuerlich auswirkt ist im Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz geregelt. Es besteht oftmals der Irrglaube, verschenken wäre steuerlich günstiger als vererben. Um eine Umgehung der Erbschaftssteuer zu vermeiden, hat der Gesetzgeber die Regelungen zur Erbschafts- und Schenkungssteuer in einem Gesetz vereint und angeglichen. Tatsächlich sind die Steuern beim Verschenken genauso hoch, wie beim Vererben. Ganz wichtig: Auch die Freibeträge sind bei Schenkung und Erbschaft gleich groß. Auf die Freibeträge wird es hier ankommen.

In §16 ErbStG sind die einzelnen Freibeträge aufgeführt. Ehepartner werden hier bevorzugt und erhalten einen Freibetrag von 500.00 EUR, nur falls Sie mit dem Gedanken spielen, Ihre Ex-Ehefrau erneut zu ehelichen.

Falls dies nicht angedacht ist, so gewährt der Gesetzgeber Ihrer geschiedenen Ehefrau, welche nach dem ErbStG der Steuerklasse II angehört, lediglich einen Freibetrag von 20.000 EUR. Ihr Kind hat einen viel höheren Freibetrag und zwar 400.000 EUR.

Insofern ist es steuerlich günstiger, dem gemeinsamen Kind die Eigentumswohnung zu schenken oder zu vererben.

Wenn Sie davon ausgehen, dem Kind eines Tages mehr als 400.000 EUR zu hinterlassen und Ihr Ableben nicht in nächster Zeit zu erwarten ist, so ist wohl eine Schenkung zu favorisieren: Jede Schenkung, die innerhalb von 10 Jahren vor der Erbschaft erfolgte, wird im Fall der Erbschaft mit auf den Freibetrag angerechnet. Das bedeutet konkret, dass 10 Jahre nach der ersten Schenkung, erneut der volle Freibetrag zur Verfügung steht und somit Vermögen, welche über der 400.000 EUR Grenze liegen, steuerfrei an Ihr Kind weitergegeben werden können.

Zu beachten ist ferner, dass bei einer Schenkung nicht nur Steuern anfallen bzw. vermieden werden können, sonder außerdem Notar- und Grundbuchgebühren entstehen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meiner ersten Einschätzung weiterhelfen. Bei Unklarheiten besteht selbstverständlich die Möglichkeit eine Nachfrage zu stellen. Sollte der Makler dennoch auf seine Provision bestehen, bin ich Ihnen gerne bei der Abwehr dieser Forderung behilflich.

Freundliche Grüße aus Berlin-Moabit

Martin Luft
Rechtsanwalt




www.kanzlei-luft.de
www.berlin-strafverteidiger.info




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Bewertung des Fragestellers 07.11.2013 | 07:03

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