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Eigentumsverfall Grundstück

| 20.05.2013 20:03 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Hallo,

Mich interessiert nach wie vielen Jahren ein Grundstück in den Besitz der Stadt zurück fällt, sofern der Eigentümer dessen nicht ermittelbar ist.

In meinem konkreten Fall geht es darum, dass ich ein Haus im ehemaligen Ostberlin gekauft habe, das auf einem sehr schmalen Flurstück steht. Das benachbarte Flurstück nutzte ich als Garten mit und es ist auch gemeinsam mit meinem komplett umzäunt, als handle es sich lediglich um ein Flurstück. In der Tat ist es aber so, dass der wahre Eigentümer des Nachbarflurstücks bereits von den Vorbesitzern notariell gesucht, aber nicht ermittelt werden konnte. Wie meine Vorbesitzer zahle ich daher auch die Grundsteuer für dieses Stückchen Land, das mir eigentlich nicht gehört.

Es ist in meinem Interesse, dieses Flurstück zu kaufen, nur ist die Frage von wem. Gehört es evtl. bereits der Stadt? Oder wo kann ich dies im Zweifel erfragen? Sollte sich der Eigentümer tatsächlich eines Tages melden: Hätte ich dann ein Vorkaufsrecht? Sein Grundstück ist nicht erschlossen und viel zu schmal um dort zu bauen. Für ihn ist es also relativ wertlos. Mir würde es aber sehr helfen, wenn beide Flurstücke zu einem verschmelzen würden (Baumaßnahmen etc.).

Gespannte Grüße!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Bei beweglichen Sachen kann man diese einfach abstellen und damit herrenlos werden lassen.

Durch die erfolgte Dereliktion wird das Eigentum aufgegeben und jede x-beliebige Person kann die Sache und damit das Eigentum daran an sich nehmen.

Bei einer Immobilie geht das so natürlich nicht.

Nach § 928 BGB kann der Eigentümer aber auf das Eigentum verzichten, wenn er dies im Grundbuch eintragen lässt.

Der Staat kann dann das Eigentum an sich nehmen.

In Ihrem Fall muss das Grundbuch eingesehen werden.

Aus dem Grundbuch ergibt sich der Eigentümer.

Wenn der Staat Eigentümer geworden ist, ersieht man dies und kann entsprechende Kaufangebote an die Gemeinde richten.

Steht noch der alte Eigentümer im Grundbuch ist er auch noch Eigentümer, auch wenn er nicht aufzufinden ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.05.2013 | 22:37

Hallo Herr Schwerin,

Vielen Danke für Ihre Antwort. Ist es mir denn möglich/erlaubt, Einsicht in ein fremdes Grundbuch zu bekommen? Und was passiert wenn der Eigentümer auf lange Sicht weiterhin unauffindbar bleibt, auch wenn ich einen erneuten Versuch starte, ihn zu suchen? Ich vermute ja, dass das Grundstück im Zuge der Wende 1989 "herrenlos" geworden ist.

Beste Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.05.2013 | 22:52

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Bei berechtigtem Interesse - und das ist hier gegeben - kann man beim Grundbuchamt Einsicht nehmen in das fremde Grundbuch,

Sollte der Eigentümer verstorben sein, müsste man prüfen, wer die Erben sind.

Erst wenn sich auch keine Erben finden, wäre automatisch der Staat Erbe und damit Eigentümer.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 22.05.2013 | 07:50

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