Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Eigentumsübertragung Haus, steuerliche Auswirkungen

21.10.2014 16:33 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Meine Mutter will mir und meiner Schwester ihr Grundstück mit Haus in Österreich übertragen. Wie wirkt sich die Eigentumsübertragung steuerlich auf mich (Wohnsitz und Steuerpflicht in Deutschland) aus? Unterliegt eine solche Übertragung der Erbschaftssteuer? Kommt deutsches oder österreichisches Steuerrecht zur Anwendung? Oder entsteht eine Steuerpflicht erst im Fall einer späteren Veräußerung?
21.10.2014 | 18:05

Antwort

von


(470)
Charlottenstr. 14
52070 Aachen
Tel: 0241 - 53809948
Web: http://www.rechtsanwalt-andreaswehle.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:

Nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG tritt die Steuerpflicht bei Schenkung unter lebenden nach § 1 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG ein, wenn der Schenker zur Zeit der Ausführung der Schenkung oder der Erwerber zur Zeit der Entstehung der Steuer (§ 9) ein Inländer ist, für den gesamten Vermögensanfall (unbeschränkte Steuerpflicht).

Die hier ausgedrückte Steuerpflicht nach dem Erbschaftsteuergesetz ist dabei unabhängig von der Lage des zu übertragenden Vermögens. Seit dem 01.08.2007 hat der Österreichische Staat die Besteuerung von Schenkungen und Erbschaften ersatzlos gestrichen. Im Zuge dessen wurde seitens Deutschland das diesbezügliche Doppelbesteuerungsabkommen gekündigt, was zu Folge hatte, dass die Vermögensübertragung ohne Gegenleistung von daher soweit die o.g. Voraussetzungen vorliegen in Deutschland steuerbar sind.

Maßgeblich für die Höhe der zu erwartenden Steuer sind die §§ 15-19 ErbStG . Sie sind im Verhältnis zu Ihrer Mutter in die Steuerklasse I einzuordnen, so dass hier bei Überschreitung des Freibetrages (§ 16 ErbStG ) in Höhe von 400.000 Euro bis zu einem den Freibetrag übersteigenden Vermögenswert in Höhe von 75.000 Euro 7% Erbschaftsteuer bis 300.000 11% usw. anfallen würde.

Ein Veräußerungserlös würde ggf. erst anfallen, wenn eine Behaltensfrist von 10 Jahren unterschritte würde, dabei bleiben die unentgeltlichen Übertragungen, welche der o.g. Besteuerung unterfallen, unbeachtlich.

Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Andreas Wehle


Rechtsanwalt Andreas Wehle

Ergänzung vom Anwalt 21.10.2014 | 18:08

Zur Ergänzung meiner Antwort, möchte ich anmerken, dass die in § 16 ErbStG genannten Freibeträge natürlich für Sie und Ihre Schwester separat gelten.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wehle Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(470)

Charlottenstr. 14
52070 Aachen
Tel: 0241 - 53809948
Web: http://www.rechtsanwalt-andreaswehle.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 80434 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Herr Otto hat meine Frage und Nachfrage sehr schnell und vollumfänglich beantwortet, sodass ich mich jetzt imstande sehen, die rechtlichen Konsequenzen meiner Handlungsoptionen zu übersehen. Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Auf alle Fragen 100%ige klare und nachvollziehbare Antworten erhalten. Es waren keinerlei Nachfragen mehr nötig! Super Leistung! Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen vielen Dank! Schnelle, klare und verständliche Aussagen zu den Fragen. ...
FRAGESTELLER