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Eigentumsrecht bei Vermarktung von Gebäudefoto


15.12.2005 10:20 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeite als Architekturfotograf überwiegend im Auftrage von Architekten. Die Auftraggeber dürfen die Aufnahmen für ihre Zwecke nutzen, die Weiterverwertung der Aufnahmen behalte ich mir stets vor.

Ich habe nun - mit Zustimmung des Besitzers - eine Villa im Auftrage des Architekten zur Dokumentation von außen fotografiert. Dabei ist eine Aufnahme der Gartenansicht entstanden, die ich nun gerne an eine Werbeagentur verkaufen würde. Diese Gartenansicht ist nicht durch die Panoramafreiheit abgedeckt, da das Gebäude so nur vom Grundstück selbst zu sehen ist. Der Architekt als Urheber des Gebäudes ist mit der werblichen Veröffentlichung innerhalb einer Lichtschalterreklame einverstanden.

Meine Frage:
Darf ich diese Aufnahme nun ohne zusätzliche Genehmigung des Eigentümers zu Werbezwecken verkaufen wenn sichergestellt ist, dass bei der Veröffentlichung kein Hinweis auf den Eigentümer oder die Adresse des Anwesens erfolgt?

Der Fairness halber würde ich den Eigentümer hiervon auf jeden Fall in Kenntnis setzen. Die Frage ist nur ob ich es ihm lediglich mitteile, oder ob ich ihn um Erlaubnis bitten muß. Da der Eigentümer großen Wert auf Zurückgezogenheit legt ist eine Zustimmung seinerseits fraglich.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Da die Aufnahme nicht von einem allgemein zugänglichen Platz erfolgt ist, sondern von dem Grundstück selbst, gilt der Ausschluss nach § 59 UrhG (Zulässigkeit von Außenaufnahmen) nicht für Ihren Fall. Bei der Veröffentlichung mit den Daten der Eigentümer (ohne deren Zustimmung) läge unzweifelhaft eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts und des Datenschutzes vor.

Ob die Verwertung ohne Angabe der Daten das Persönlichkeitsrecht der Eigentümer verletzt, hängt von der Eingriffsintensität der Aufnahme ab. Wenn es sich nicht nur um einen marginalen Ausschnitt aus dem Persönlichkeitsbild der Eigentümer handelt, was ich ohne genauere Kenntnis der Aufnahme nicht sagen kann, dann wäre eine Zustimmung nicht erforderlich.

Um ganz sicher zu gehen, rate ich Ihnen, die Eigentümer um Zustimmung zu ersuchen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion und zur Vertretung in dieser Angelegenheit gerne zur Verfügung. Hierzu kontaktieren Sie mich über meinen untenstehenden Link.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
Timm@Rae-Linden.de
www.Rae-Linden.de
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