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Eigentumsrecht - Besitzansprüche an Besteck Wertausgleich?

12.10.2011 06:17 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte um Hilfe wie ich mich in unten genannten Sachverhalt verhalten soll. Es geht um eine wertvolle Silberbesteck Sammlung die mir "abhanden" gekommen ist. Die Sammlung gehörte meiner Großmutter, die vor knapp 10 Jahren verstorben ist.
Sie wohnte bis zu Ihren Tod in meinem Haus, wo bis heute noch Ihre Möbel stehen mit dem besagten Silberbesteck darin. Niemand ihrer 3 Kinder hat sich in den letzten 10 Jahren darum gekümmert oder irgendwelche Ansprüche gestellt. Es gab auch kein Testament. Meine Mutter, ( eine Tochter der Oma ) nutzte jetzt in unserer Abwesenheit ( Urlaub ) unser Vertrauen schamlos aus ( sie hat einen Schlüssel ) und nahm wie gesagt nach 10 Jahren das ganze Besteck einfach mit und verkaufte es. Habe ich eine Chance wieder an das Besteck ( hat für mich einen hohen ideellen Wert )oder zu mindestens einen Wertausgleich zu bekommen? Der Versuch zu einem klärenden Gespräch ist gescheitert. Wem gehört eigentlich nach 10 Jahren das Besteck und war das Rechtens von meiner Mutter in unserer Abwesenheit mein Haus zu betreten und das Besteck einfach mitzunehmen ? Für ihre Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Durch den unerlaubten Zutritt Ihrer Mutter in Ihr Haus – auch wenn diese den Schlüssel besaß - hat Ihre Mutter den Tatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllt. Das an sich nehmen des Silberbesteck erfüllt den Tatbestand der verbotenen Eigenmacht, gegen den Sie sich wehren können. Ihre Mutter ist zwar möglicherweise Miterbin und hat einen Herausgabeanspruch des Bestecks, darf sich dies aber nicht eigenmächtig in Besitz nehmen.

Wer Erbe ist, kann ich ohne weitere Angaben nicht sagen. Wenn kein Testament vorliegt, gilt die gesetzliche Erbfolge. Demnach wäre Ihre Mutter als Tochter der Erblasserin sicherlich Miterbin.

Für einen Anspruch Ihrerseits als Eigentümer auf Herausgabe des Bestecks sind keine Anhaltspunkte ersichtlich. Eine Ersitzung wäre nach 10 Jahren möglich, wenn der ursprüngliche Eigentümer seinen Besitz aufgegeben hätte mit der Absicht auf das Eigentum zu verzichten. Dies ist hier wohl nicht der Fall.

Es tut mir leid Ihnen keine andere Auskunft geben zu können.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 14.10.2011 | 07:10

Sehr geehrte Frau Hein,

vielen Dank für Ihre Antwort, was würden Sie mir empfehlen, wie ich in dieser Sache weiter vorgehen soll. Ich möchte natürlich nicht unbedingt gegen meine Mutter vor Gericht ziehen. Leider ist das Verhältniss zu meiner Mutter jetzt natürlich sehr angespannt, sie lässt nicht mit sich reden, ich möchte aber trotzdem die Sache nicht so einfach auf sich beruhen lassen und so tun als wäre nichts geschehen.

MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.10.2011 | 06:26

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung:

Wie bereits erwähnt besteht Ihrerseits kein Anspruch auf Herausgabe des Bestecks bzw. Herausgabe des Kaufpreises.
Die Tatsache, dass Ihre Mutter unbefugt in Ihr Haus eingetreten ist können Sie allenfalls strafrechtlich verfolgen oder dies – zur Klärung der Angelegenheit – Ihrer Mutter in Aussicht stellen.

Ich hoffe Ihnen nun weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

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