Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Eigentümergemeinschaft Haus und Pflegefall in Pflege- oder Altenheim

| 09.11.2020 09:38 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

wir haben am Wochenende folgende Frage diskutiert:

Mein Eltern und ich (Sohn) besitzen ein eigenes Haus mit drei abgeschlossenen Wohneinheiten, die wir auch selbst bewohnen. Eingetragen sind wir als Eigentümergemeinschaft zu je einem Drittel.

Meine Frage: Wie würde es sich auswirken, wenn entweder meine Mutter oder mein Vater oder aber auch ich (z.B. durch einen Unfall) zu einem Pflegefall würden, der in ein Pflege- oder Altenheim müsste. Was würde mit dem Anteil des Pflegebedürftigen an der Eigentümergemeinschaft passieren? Müsste das Haus verkauft werden, der Anteil ausgezahlt werden, etc.?

Vielen Dank für Ihre Antwort und viele Grüße.

09.11.2020 | 10:08

Antwort

von


(758)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Frage nach einer Verwertung von Vermögen im Pflegefall stellt sich mit zunehmenden Alter häufig. Dabei sollte folgendes beachtet werden:

Die Frage nach einer Verwertungspflicht von Vermögen -und dazu gehört natürlich auch das Immobilien(mit-)eigentum in Ihrem Falle- stellt sich im Pflegefall nur dann, wenn das vorhandene Einkommen ( Renten, Pflegegeld etc. ) nicht ausreicht, um die laufenden Pflegekosten zu decken. Dann tritt in der Regel zunächst der Sozialleistungsträger für die fehlenden Kosten ein. Dieser wird nun aber prüfen, ob a.) eigenes Vermögen des Pflegebedürftigen eingesetzt werden muss oder b.) Verwandte zur Unterhaltspflicht herangezogen werden können, bevor die Allgemeinheit für diese Kosten aufkommen müsste.

Besteht also ein monatlicher Fehlbedarf aus dem laufenden Einkommen zur Deckung der Kosten, so muss zunächst das eigene Vermögen verwertet werden. Bei Immobilien muss aber nicht zwangsläufig ein Verkauf erfolgen. Es ist auch ausreichend, wenn eine angemessene Vermietung erfolgt und so Einnahmen aus Vermietung erzielt werden, die wiederum zur Kostendeckung verwendet werden können.

Wohnt der Ehepartner noch im Haus, so kann eine Verwertung durch Verkauf in der Regel nicht verlangt werden. Allerdings ist zu prüfen, ob eine (teilweise) Vermietung zumutbar und der Wohnraum für den verbliebenen Ehepartner angemessen ist.

Grundsätzlich muss also für den Bedarfsfall das eigene Vermögen verwertet werden, dies kann durch Vermietung des Wohnraums oder durch Verkauf des Miteigentums und Verwertung des Verkaufserlöses erfolgen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Bewertung des Fragestellers 11.11.2020 | 06:30

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Sascha Steidel »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.11.2020
5/5,0

ANTWORT VON

(758)

Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Miet und Pachtrecht, Internet und Computerrecht, Verkehrsrecht, Erbrecht, Vertragsrecht, Fachanwalt Familienrecht, Grundstücksrecht