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Eigentümergemeinschaft Dachterrassensanierung

11.01.2013 18:33 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Auf Grund einer defekten Isolierung der Dachterrasse, die wir nutzen, musste die Dachterrasse saniert werden. Hierfür musste sowohl der Bodenbelag (Betonplatten) als auch der gesamte Aufbau zerstört werden. Die Betonplatten waren so verlegt, dass eine Wiederverwertung nach einem Neuaufbau der Isolierung und des Bodenaufbaus nicht mehr verwendet werden konnten und entsprechend neue Terrassenplatten verlegt werden mussten.

Jetzt kommt die Hausverwaltung und will die gesamten Kosten für die neuen Terrassenplatten auf uns abschieben. Das können wir nicht nachvollziehen. Damit das Gemeinschaftseigentum geschützt und entsprechend instand gesetzt werden kann, musste unser Eigentum zerstört werden (der ursprüngliche Belag konnte definitiv nicht mehr wiederverwendet werden) und jetzt dürfen wir den Schaden an unserem Eigentum auch noch selber tragen?

Bitte um Hilfe.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Nach dem BGH besteht keine verschuldensunabhängige Haftung der WEG für Schäden am Sondereigentum, bedingt aus Schäden am Gemeinschaftseigentum, nicht besteht (vgl. z.B. Kammergericht, Beschluss vom 21.05.1986, Az: 24 W 2333/85 oder OLG Köln, Beschluss vom 30.03.1998, Az: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=16%20Wx%2020/98" target="_blank" class="djo_link" title="OLG Köln, 30.03.1998 - 16 Wx 20/98: Schadensersatz für vom Gemeinschaftseigentum ausgehende Sch...">16 Wx 20/98</a> ).

Die Folgekosten aus einem Schaden an der Dachterrasse hier der Fliesen trägt danach der
der Wohnungseigentümer selbst für den Gebäudebereich des Sondereigentums.

Die Eigentümergemeinschaft
trägt die Kosten für den Bereich des Gemeinschaftseigentums also hier wohl die Reparatur der Dachterrasse, soweit nicht im Sondereigentum stehend.

Etwas anderes gilt nur dann, wenn der Eigentümergemeinschaft oder dem Verwalter ein Verschulden nachzuweisen ist.

War der Eigentümerversammlung der Schaden bekannt und wurde die vom Verwalter empfohlene Terrassensanierung durch Beschluss abgelehnt, dann hat die Gemeinschaft nach dem Verschuldensprinzip für die Folgekosten, also die Fliesen, einzustehen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 11.01.2013 | 20:43

Guten Abend Herr Anwalt,

wenn ich mir das WEG anschaue, insbesondere die §§ 14 Abs.4, 16 Abs.7 ergibt sich für mich ein anderes Bild. Die Eigentümergemeinschaft ist demnach doch zum Schadenersatz verpflichtet. Oder wie sehen Sie das?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.01.2013 | 14:24

Dies ändert nichts an meiner Schilderung zur Rechtslage.

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