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Eigenständiges Aufenthaltsrecht nach Scheidung


11.04.2007 17:13 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Ich habe ein Anliegen und würde mich sehr freuen wenn mir irgendjemand helfen könnte.

Ich bin seit ca 2 Jahren auf einem Abendgymnasium. In meiner Klasse ist eine Iranerin. Sie ist verheiratet und eine sehr nette Intelligente Frau. Sie ist seit 3 Jahren in Deutschland und kann sehr gut Deutsch. Mit ihrem Mann der auch Iraner ist kommt sie schon lange nicht mehr klar und möchte sich von ihm trennen. Wie zu erwarten ist er überhaupt nicht begeistert über ihre Entscheidung und legt ihr Steine in den Weg. Ihre Aufenthaltserlaubnis hatt sie über ihn. Er hatt eine befristete (Er macht sein Doktor hier), aber die Einbürgerung beantragt.

Nun droht er ihr das er sich sofort scheiden lässt und sie zurück in den Iran muß. Sie möchte sich aber hier eine Zukunft aufbauen und nach der Schule studieren.

Nun meine Frage: Gibt es irgendeine Möglichkeit das sie unabhänig von ihm hier bleiben kann? Bzw. stehen die Chancen gut das sie eine eigenständige Aufenthaltserlaubnis bekommt?
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Gemäß § 31 AufenthG wird die Aufenthaltserlaubnis eines Ehegatten, die zum Familiennachzug erteilt wurde, als eigenständiges Aufenthaltsrecht für ein Jahr verlängert, wenn die eheliche Lebensgemeinschaft mindestens zwei Jahre im Bundesgebiet bestanden hat.

Auf die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr besteht ein Rechtsanspruch unabhängig davon ob der Lebensunterhalt gesichert ist oder nicht. Nach Ablauf des ersten Verlängerungsjahres muss eine eigene wirtschaftliche Existenz gefunden werden, die weitere Verlängerung steht dann im Ermessen der Behörde.



Mit einem Aufenthaltstitel nach § 31 AufenthG ist der unbeschränkte Zugang zum Arbeitsmarkt verbunden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiter helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder

Rechtsanwältin

Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.

Nachfrage vom Fragesteller 11.04.2007 | 21:53

Er ist aber noch kein Deutscher Staatsbürger. Fällt sie nicht unter das selbständige Aufenthaltsrecht was sie nach 2 Jahren mit einem Deutschen hätte?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.04.2007 | 17:56

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.
Für ein eigenständiges Aufenthaltsrecht ist es nicht zwingend Voraussetzung, dass der Familiennachzug zu einem deutschen Staatsbürger erfolgte. Es reicht aus wenn der Ehegatte zu dem der Nachzug erfolgte eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, die zu einem dauernden Aufenthalt, zum Beispiel Niederlassungserlaubnis führen kann. Diese Voraussetzung ist ja vorliegend erfüllt.

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