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Eigenständiger Aufenthaltstittel

17.09.2010 14:07 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


hiermit möchte ich Ihnen ein paar Fragen über meinen Zustand stellen, den ich Ihnen wie folgt schlildern kann:

ich bin ein Afrikaner und halte ich mich seit 7 Jahren in deutschland aufgrund des Studiums auf. Am fünften Jahr habe ich eine Deutsche geheiratet und mich bei ihr angemeldet, nun nach zwei Jahren klappt es nicht weiter und möchten uns jetzt scheiden.
Nachdem wir geheiratet haben, habe ich am ersten Jahr die ganze Zeit versucht meinen Aufenthaltstittel von Student zu Familienzusammenführung zu ändern; es gab in dieser Zeit immer einen Grund bei der Ausländerbehörde um dies zu verzögern, mal muss ich den Lebensunterhalt beweisen, mal meinen Namen steht nicht auf dem Mietvertrag, so dass zu vielen Umzügen kommen musste und so weiter...
Erst nach einem Jahr und 3 Monaten nachdem ich geheiratet habe, konnte ich den Tittel ändern. Dieser Tittel besitze ich seit ca. 7 Monaten und muss ich mich nun schieden lassen.

Meine Frage an Sie:
1-Um einen eigenständigen Aufenthalt zu erhalten muss die Ehegemeinschaft mindestens zwei Jahre erfolgt haben. Diese zwei Jahre gilt ab dem Tag an dem sich man mit der Ehefrau gemeinsam angemdet hat, oder gilt erst ab dem Tag, an dem man den Aufenthaltstittel der Familienzusammenführung bekommen hat ?

2-Was würde passieren, wenn sich meine Frau von mir scheidet, mit der ich verheiratet und mit ihr angemeldet bin seit 2 Jahren, zumal ich den Aufenthaltstittel der Familienzusammenführung erst seit 7 Monaten besitze ?

3-Was sollte ich am besten tun im Falle einer Scheidung ?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

gerne beantworte ich Ihre Fragen auf Grundlage Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

1.
Richtig ist, dass gemäß § 31 Abs. 1 Nr. 1 AufenthG im Falle der Aufhebung der ehelichen Lebensgemeinschaft Ihre Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr verlängert werden kann und Sie damit ein eigenständiges Aufenthaltsrecht haben, wenn seit mindestens zwei Jahren zwischen Ihnen und Ihrer Ehefrau in Deutschland eine eheliche Lebensgemeinschaft bestand.

Es kommt dabei nur darauf an, seit wann die eheliche Lebensgemeinschaft bestand. Welchen Aufenthaltstitel Sie während der ehelichen Lebensgemeinschaft hatten ist irrelevant. Dies hat zur Folge, dass es nicht auf den Ausstellungszeitpunkt des Aufenthaltstitels für Familienzusammenführung ankommt, sondern die zwei Jahreslaufzeit ab dem Tag anfing, als Sie und Ihre Ehefrau eine eheliche Lebensgemeinschaft gegründet haben.

2.
Im Falle des Scheidungsantrages durch Ihre Ehefrau ist es ratsam, Ihren jetzigen Aufenthaltstitel nach § 31 Abs.1 Nr.1 AufenthG um ein 1 Jahr zu verlängern, da die Voraussetzung, eheliche Lebensgemeinschaft, für einen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung nicht mehr besteht. Anderenfalls könnte die Ausländerbehörde Ihren Aufenthaltstitel zurücknehmen bzw. widerrufen, so dass Sie einen erneuten Aufenthaltstitel beantragen müssten.

3.
Im Falle einer Scheidung sollten Sie unbedingt einen Anwalt aufsuchen, der Ihnen sowohl im Familienrecht als auch im Ausländerrecht beratend zur Seite steht. In einem familienrechtlichen Verfahren besteht in der Regel ohnehin „Anwaltszwang". Dabei könnte der Kollege auch in Bezug auf die Verlängerung Ihres Aufenthaltstitels entsprechende Anträge an die Ausländerbehörde stellen.

Abschließend hoffe ich, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage vermittelt zu haben und bedanke mich für eine positive Bewertung.

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