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Eigenkündung an AG, Rettung der Ehe, Schwanger,

03.06.2008 15:35 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Sehr geehrte Damen und Herren,

kurz über meine Person, ich bin 21 Jahre alt habe eine Ausbildung als Versicherungskauffrau absolviert wurde anschließend von meinem Ausbildungsbetrieb übernommen
und mache z.Zt. ein weiterführendes Studium Richtung
Versicherungsfachwirt. Allerdings habe ich schon in
jungen Jahren geheiratet (seit 2005). Wie gesagt meine
Ehe hat etwas gelitten, da ich in den letzten jahren
an meiner Ausbildung bzw. Arbeit hart gearbeitet habe.
Wir standen auch kurz vor der Scheidung doch plötzlich
bin ich schwanger 10SSW geworden (was überhaupt nicht geplant
war) da für mich aus glaubensgründen die Abtreibung nicht
in Frage kommt, und das Baby sozusagen unsere auch Ehe rettet.

Leider bin ich noch jung, und habe wie gesagt einen befristeten
Vertrag der nächstes Jahr zum 30.06.09 endet. Geburtstermin
wäre dann so der 5.01.09. Ich möchte meinem Arbeitgeber nicht
mitteilen, dass ich schwanger bin und ihn zuvorkommen und selbst
kündigen. Ich möchte nicht das sich meinen "alten Kolleginnen sich das Mund über mich zerreissen"

Übernommen werde ich sowieso nicht nach meiner Schwangerschaft, da ich nur wenn dann wieder nur in Teilzeit nach Mutterschaftsurlaub arbeit könnte. In meiner Abteilung sind schon mehrere Stellen besetz mit Teilzeit. Die Chancen stehen sehr schlecht.

Letzendlich möchte ich für meine Ehe und mein Kind ein kurze Ausszeit nehmen und an meine Beziehung arbeiten.

Leider möchte ich diese Sperrfrist umgehen (arbeitsamt), weil ich schon zum 31.08.08 kündigen möchte. Damit ich finanziell
keinen Nachteil habe.

Vielen Dank im Voraus für ihr Bemühungen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

zuerst müssen Sie prüfen (lassen) ob Sie den Arbeitsvertrag vor Ablauf der Befristung kündigen können. Dazu ist es notwendig, dass dies ausdrücklich im Arbeitsvertrag vereinbart worden ist, da ein befristeter Vertrag grundsätzlich nicht ordentlich gekündigt werden kann. Eine Schwangerschaft ist, gerade unter Berücksichigung des Mutterschutzes, auch kein Grund für eine außerordentliche Kündigung.
Ist eine solche Kündigungsklausel nicht Bestandteil des Arbeitsvertrages müssen Sie mit Ihrem Arbeitgeber reden um eine einvernehmliche Auflösung des Vertrages zu erreichen.

Sollte eine Kündigung möglich sein oder Sie sich mit dem Arbeitgeber auf eine Vertragsauflöäsung einigen, werden Sie um eine Sperrzeit der Agentur für Arbeit nicht herum kommen.
Die Agentur für Arbeit hat gem. § 144 Nr. 1 SGB III dann eine Sperrzeit zu verhängen, wenn:

"der Arbeitslose das Beschäftigungsverhältnis gelöst oder durch ein arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlass für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben und dadurch vorsätzlich oder grob fahrlässig die Arbeitslosigkeit herbeigeführt hat (Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe)
...
ohne dafür einen wichtigen Grund zu haben."

Nach Ihrer Schilderung liegt ein solch wichtiger Grund für Sie nicht vor.

Die einzige Möglichkeit, die ich sehe ist die, dass Sie Ihren Arbeitgeber bitten Sie zu kündigen. Inwieweit Sie ihm die wahren Gründe offenbaren, bleibt dabei Ihnen überlassen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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