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Eigenkündigung wegen Krankhei


| 05.12.2011 19:13 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Maike Domke



Ich bin seit 27 Jahre bei einer Bank beschäftigt.
Dort hat im Jahre 2008 ein 'Banküberfall stattgefunden. Seitdem ging es mit meiner Gesundheit bergab. Ich habe dies aber nie in einem Zusammenhang mit dem Banküberfall gesehen.Mitte 2010 wurde ich krank mit schweren körperlichen Schmerzen. 10 krankenhausaufenthalte haben nichts gebracht bis mir jedmand sagte , daß es sehr wahrscheinlich psychischer Natur ist. Von November 2010 bis jetzt bin ich aufgrunddessen krankgeschrieben. Da mir von allen Seiten empfohlen wurde, diesen Beruf nicht mehr auszuüben und ich auch nicht mehr möchte würde ich gerne kündigen und frage ob hier auch ein Aufhebungsvertrag in Frage käme.

Vielen Dank im Voraus

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Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:
erst einmal möchte ich Ihnen mein Bedauern aussprechen über das, was Ihnen passiert ist.
Sie leiden offentsichtlich an einer posttraumatischen Belastungsstörung aufgrund des Banküberfalls.
Ich hätte Ihnen spontan empfohlen, eine – zumindest teilweise – Berufsunfähigkeit, sprich Erwerbsminderung über die Berufsgenossenschaft anzustreben. Ein Banküberfall oder ein Überfall generell gelten als Arbeitsunfall und die gesetzliche Unfallversicherung greift ein.
Es gibt einen Fall, in dem sich das Bayerische Landessozialgericht mit Urteil vom 24.04.2006 (Az. S 4 U 335/03) mit einem solchen Fall beschäftigt hat. In dem von mir zitierten Urteil wurde eine Erwerbsminderung zwar abgelehnt, aber grundsätzlich wäre dies, wenn Sie keine psychischen Vorerkrankungen haben, eine gute Möglichkeit für Sie. In dem von mir zitierten Urteil hatte der Bankangestellte eine chronische Depression und der Überfall hatte die Symptome nur verstärkt. Wenn Sie hierzu Fragen haben, können Sie sich gern an mich wenden.
Nun zu Ihrer eigentlichen Frage: Sie können unter Einhaltung der Kündigungsfrist kündigen oder einen Aufhebungsvertrag mit Ihrem Arbeitgeber schließen. Dies würde meines Erachtens nur dann Sinn machen, wenn Sie eine Abfindung mit Ihrem Arbeitgeber aushandlen können. Am besten wäre es, Sie würgen gekündigt. Dies kann Ihr Arbeitgeber durchaus mit Ihrer langen Krankheit rechtfertigen Auch hier kann vereinbart werden, dass Sie auf Rechtsmittel wie die Kündigungsschutzklage verzichten.
Um Anspruch auf ALG I zu haben, wäre es besser, Sie ließen sich kündigen. Problematisch ist hier auch Ihre Krankheit. Um ALG I zu erhalten, müssen Sie mindestens am Tag der Antragstellung gesund sein.
Aus obigen Gründen würde ich aber zunächst über eine Erwerbsminderung nachdenken. Es wären auch „Wiedereingliederungsmaßnahmen" denkbar, wo Sie zunächst nur 2 h arbeiten.
Falls Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich gern an mich.

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen

Bewertung des Fragestellers 06.12.2011 | 12:55


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Das Honorar für diese Anfrage ist vollstens okay. Habe bei dieser
Frage bei einem hiesigen Anwalt - ohne große Empfehlung - das
5-fache bezahlen müssen und war so schlau wie vorher."
FRAGESTELLER 06.12.2011 5/5.0
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