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| 06.11.2008 22:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Manfred A. Binder


Sehr geerte Anwältin,
sehr geehrter Anwalt,

ich habe am 01.09.2008 einen auf 12 Monate befristeten Arbeitsvertrag unterschrieben und die Stelle angetreten. In meinem Arbeitsvertrag ist eine vierwöchige Kündigungsfrist zum Montsende eingetragen.
Nun habe ich ein Angebot für eine andere Arbeitsstelle von einem anderen AG erhalten, die ich unbedingt annehmen möchte, da es eine deutliche Verbesserung für mich darstellt und ich wieder in meinem Fachbereich arbeiten könnte. Die Bedingung für diese Stelle ist ein Stellenantritt am 17.11.2008! Meine Frage zielt auf die möglichen Konsequenzen, die sich für mich ergeben, wenn ich meiner derzeitigen Arbeitsstelle einfach fernbleibe, um eine fristlose Kündigung zu provozieren. Bei meinem jetzigen AG handelt es sich um einen privaten Bildungsträger der berufsvorbereitende Maßnahmen durchführt. Für eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichem Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworte.

Die Hauptleistungspflicht des Arbeitnehmers liegt in der Erbringung der Arbeitsleistung. Verstößt der Arbeitnehmer gegen diese Pflicht, so ist er dem Arbeitgeber zum Ersatz des dadurch entstandenen Schadens verpflichtet. Soweit in Ihrem Arbeitsvertrag eine Kündigungsmöglichkeit vor Fristablauf vereinbart worden ist, erstreckt sich die Schadensersatzpflicht auf den Zeitraum, der mit der Arbeitsverweigerung beginnt und mit dem frühstmöglichen Kündigungstermin endet bzw. mit der Kündigung selbst.
Daneben können eine Abmahnung bzw. die arbeitgeberseitige Kündigung des Arbeitsverhältnis folgen. (Was ja von Ihnen gewünscht wäre).
Ob eine Vertragsstrafe für den Fall der widerrechtlichen Nichterbringung der Arbeitsleistung in Betracht kommt, hängt von einer Individualvereinbarung in Ihrem Arbeitsvertrag ab.

Darüber hinaus kann der Arbeitgeber die Erfüllung der Arbeitsleistung einklagen. Praktisch ist diese Möglichkeit selten, da ein solches Urteil nicht vollstreckbar ist. Jedoch kann die Klage mit einem Antrag auf Entschädigung verbunden werden und zwar für den Fall, dass der Arbeitnehmer seiner Verpflichtung nicht binnen einer bestimmten Frist nachkommt. Hier kann er zu einer vom Gericht nach freiem Ermessen festzusetzenden Entschädigung verurteilt werden, § 61 Abs. 2 ArbGG.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in Ihrer Angelegenheit weiterhelfen konnte. Bei Unklarheiten verweise ich auf die kostenlose Nachfrageoption.


Mit freundlichen Grüßen

Manfred A. Binder
Rechtsanwalt


info@ra-manfredbinder.de

Ich darf schließlich noch auf Folgendes hinweisen:
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.


Bewertung des Fragestellers 06.11.2008 | 23:49

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"Herr RA Binder hat sehr schnell, präzise, umfassend und verständlich geantwortet. Ich bedanke mich für die Hilfe, so wünscht man sich das. Sehr empfehlenswert!"
FRAGESTELLER 06.11.2008 4,8/5,0
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