Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Eigenkündigung und Sozialleistungen


| 31.12.2006 21:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich bin 18 Jahre und wohne bei meiner alleinstehenden Mutter.
Meine Mutter ist erwerbslos. Als Bedarfsgemeinschaft erhalten wir Leistungen der Agentur für Arbeit sowie Kosten für Unterkunft und
Heizung in Höhe von 882 Euro.
Am 01.11.2006 begann ich eine Ausbildung und befinde mich in der
viermonatigen Probezeit. Meine monatliche Ausbildungsvergütung beträgt Brutto 215 Euro.
Daraufhin wurden die monatlichen Leistungen zur Sicherung des
Lebensunterhalts um 122 Euro gekürzt.
Allein die Fahrtkosten belaufen sich auf 100 Euro im Monat.
Aus mehreren gewichtigen Gründen möchte ich das Ausbildungsve-
hältnis nun in der Probezeit beenden.
Bitte schildern Sie mein weiteres Vorgehen betreffend der Kündigung.
Und die entscheidende Frage:
Werden die Kürzungen von der Agentur für Arbeit bei der erfolgten Eigenkündigung zurückgenommen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
sehr geehrter Herr Fragesteller,
Von der geplanten Eigenkündigung ist grundsätzlich abzuraten.
Denn man istim Rahmen von Hartz IV oder ähnlichen Leistungen der
Agentur für Arbeit verpflichtet,jede zumutbare Arbeit anzunehmen bzw.aufrechtzuerhalten.
Anders sieht es nur bei schwerwiegenden Gründen aus(z.B.bei Mobbing ,in der Praxis leider selten nachweisbar oder wenn der Arbeitgeber den
mtl.Lohn nicht bezahlt).

Nur in diesen Fälllen schadet eine Eigenkündigung nicht .

Ansonsten müssen Sie bei einer Eigenkündigung damit rechnen,dass
die Arge die getätigten Kürzungen(= 122 €)beibehält.

Anders sieht es aus,wenn der Arbeitgeber aus Gründen kündigen würde ,welche nicht in Ihrer Person ihren Grund haben,sondern auf betrieblichen Gründen ,z.B.mangelnder Auftragslage, beruhen.
(Nur) in diesen zuletztgenannten Fällen wird die Arge die Kürzungen nach Ablauf der Kündigungsfrist zurücknehmen müssen,also verpflichtet sein,die 122€ mtl.bis zum Antritt einer neuen entgeltlichen Ausbildung wieder zu bezahlen.

Ich wünsche Ihnen ein gesundes Jahr 2007!



Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin



Dorothee Mertens

Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 02.01.2007 | 10:16

Im Ausbildungsvertrag steht
"dieser Vertrag kann nur einheitlich beendet werden".
Sollten beide Seiten sich dazu entschließen, wie verhält es sich dann mit der Rücknahme der Kürzung durchs Amt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.01.2007 | 19:52

sehr geehrter Herr Fragesteller,

Ein Vertrag(auch ein Ausbildungvertrag) kann stets entweder durch Kündigung (also einseitig durch einen der Vertragspartner)oder aber
eben einvernehmlich(=Aufhebungsvertrag) beendet werden.

Bei Möglichkeiten dürfen durch Regelungen im Arbeitsvertrag nicht
eingeschränkt werden.
Möglicherweise ist mit dem von Ihnen zitierten Passus -wenn man den mir nicht vorliegenden Gesamttext des Vertrages betrachtet-in einem
anderen Zusammenhang abgefasst worden.

Auch ein Aufhebungsvertrag hätte die nachteiligen Wirkungen gegenüber
der Arge,welche ich schon in meiner ersten Beratung beschrieben habe.

Zu Ihrer Bewertung meiner Antwort erlaube ich mir einen kurzen Hinweis.
Entscheidend für eine anwaltliche Beratung jeder Art ist ihre
Zuverlässigkeit und Richtigkeit .
Es darf hierbei im Interesse des Mandanten nicht darauf ankommen ,ob Ihnen diese richtige Antwort auch
inhaltlich zusagt.



Ich wünsche Ihnen und Ihrer Mutter ein gesundes Jahr 2007!

Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens
Rechtanwältin

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ihre Antwort lässt vermuten, dass ich entscheidend benachteiligt bin, meine Probezeit selbst zu beenden. Auch wenn der Arbeitgeber kündigt, dürfen es keine Gründe gegen meine Person sein?
Da bleibt der Charakter einer Probezeit doch völlig auf der Strecke, wo Ausbildender und Auszubildender gegenseitig die Eignung für eine Tätigkeit genauestens prüfen sollten.
"
FRAGESTELLER 2/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER