Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Eigenkündigung im Mutterschutz, bestehen gegenüber dem Arbeitgeber noch Ansprüche?


27.09.2006 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Elmar Dolscius



Ich habe vor kurzem entbunden und befinde mich noch im Mutterschutz. Mein Mann übernimmt die Elternzeit und ich gehe wieder arbeiten. Die Mutterschutzfrist endet zum 10.10.2006 und ich habe zum Ende meiner Mutterschutzfrist selbst gekündigt ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist, da ich eine besser bezahlte Stelle angenommen habe. Ich habe bei diesem Arbeitgeber noch Überstunden aus der Schwangerschaft sowie vor der Schwangerschaft, ebenfalls habe ich noch nicht alle Urlaubstage erhalten. Muß der Arbeitgeber mir diese auszahlen oder besteht dann durch die Eigenkündigung kein Anspruch mehr hierauf?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Frage summarisch auf der Basis der mitgeteilten Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes.

Grundsätzlich haben Sie einen Anspruch auf Vergütung der nicht genommenen Urlaubstage und der Überstunden.

Für Überstunden gilt dies jedoch nur, wenn dies arbeitsvertraglich vorher festgelegt wurde. Der AG kann auch nicht einseitig anordnen, dass die Überstunden in Freizeit abzugelten sind. Dies kann nur mit Zustimmung des Arbeitnehmers geschehen.

Urlaubstage, die nicht mehr genommen werden können, muss der AG vergüten.

In Ihrem Fall könnte sich hinsichtlich der Urlaubstage dann etwas anderes ergeben, wenn Sie die Kündigungsfrist von 4 Wochen nicht eingehalten haben, die auch für Sie als AN gilt. In diesem Fall hatte der AG keine Möglichkeit mehr, die Urlaubstage zu gewähren. Eine Vergütungsforderung könnte sich dann als problematisch erweisen. Haben sie die Frist jedoch eingehalten, muss der nicht genommene Urlaub vergütet werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort eine erste rechtliche Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.09.2006 | 14:48

Im Mutterschutzgesetz steht, daß ich ohne eine Einhaltung von Kündigungsfristen zum Ende der Mutterschutzfrist kündigen kann. Auch wenn ich vorher gekündigt hätte, dann hätte man mir die Urlaubstage nicht geben können, da ich noch in der Mutterschutzfrist bin. Die Überstunden werden mir ausbezahlt, daß ist auch vertraglich geregelt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.09.2006 | 15:08

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten darf:

Hinsichtlich der Kündigungsfrist sind Ihre Ausführungen zutreffend. Eine Kündigungsfrist haben Sie gem. § 10 MuSchG nicht einzuhalten. Ich bitte mein Versehen diesbezüglich zu entschuldigen. Ich bin unzutreffenderweise von Elternzeit und nicht Mutterschutz ausgegangen. Auch (oder gerade) ein Anwalt ist zuweilen nur ein Mensch.

Des weiteren darf ich auf meine Ausführungen zu Ihrer Frage verweisen. Wenn vertraglich geregelt ist, dass die Überstunden ausbezahlt werden, ändert auch Ihre Kündigung daran nichts.

Gleiches gilt für den Anspruch auf die Vergütung der nichtgenommenen Urlaubstage. Auch diese können Sie nach wie vor geltend machen.

Sie sollten diese Ansprüche in einem formlosen Schreiben gegenüber Ihrem alten AG geltend machen. Auch sollten Sie Sich hierfür eine Bescheinigung Ihres alten AG geben lassen, da der neue AG ansonsten den Urlaub verweigern könnte.

Ich hoffe, Ihre Frage ist damit abschließend beantwortet und ich wünsche Ihnen viel Erfolg für die neue Arbeit.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 2/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER