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Eigenkündigung

| 06.01.2019 09:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


10:15

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Monatsende werde ich meine Kündigung einreichen.
Meine Kündigungsfrist beträgt drei Monate.

Ich möchte das Unternehmen verlassen, da ich völlig überlastet bin. Ich schlafe kaum noch und es tritt keine Besserung ein und einen Aufhebungsvertrag wollte man mir nicht geben.

Ich bin selber Führungskraft.

Im Februar habe ich bereits genehmigten Resturlaub von 14 Tagen aus 2018. Für 2019 würde ich einen Anspruch von 10 Tagen haben (30 Urlaubstage / 12 mal 4 Monate).

Muss mir der Arbeitgeber die 10 Tage Urlaub genehmigen ?

Was würde passieren wenn ich mich sechs Wochen (gesamter März plus 2 Wochen April bis zum Urlaub) krank schreiben lassen würde. Müsste ich in dieser Zeit aufgrund meiner recht veranteortungsvollen Position für Rückfragen bereitstehen oder habe ich das Recht mein Firmenhandy und Notebook in ein Paket zu packen und an meinen AG zu senden und einfach die 8 Wochen (6 Wochen krank/2 Wochen Urlaub) zur Genesung zur verwenden ohne auf Störungen und Anfragen reagieren zu müssen?

Vielen Dank und beste Grüße

06.01.2019 | 09:56

Antwort

von


(276)
Kapitelshof 36
53229 Bonn
Tel: 0228 / 90 888 32
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Sie haben Anspruch darauf den Urlaub noch in der Zeit bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu nehmen. Dies ergibt sich aus § 7 Abs. 4 BurlG. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Der Arbeitgeber kann den Urlaub dann verweigern, wenn es durch Ihre Person erforderlich ist einen neuen Mitarbeiter einzuarbeiten. In dem Fall wäre der Resturlaub dann in Geld abzugelten.

Ihnen steht es natürlich auch frei sich krankzumelden. Eine vorgetäuschte Krankheit (der Arbeitgeber ist in der Beweislast hierfür) kann allerdings zu einer fristlosen Kündigung führen.

Während Sie krankgeschrieben sind, müssen Sie keine Tätigkeiten für den Arbeitgeber ausführen. Sie müssen keine Anfragen per Telefon oder E-Mail beantworten. Auch hier gibt es wieder eine Ausnahme: Wenn nur Sie Daten haben, die der Arbeitgeber dringend benötigt, müssen Sie diese auch während der krankheitsbedingten Abwesenheit herausgeben. Wenn Sie jedoch Laptop und Handy abgeben und der Arbeitgeber auch Zugriff auf die Daten nehmen kann (Passwort etc.), sind Sie dieser Verpflichtung bereits nachgekommen und müssen nichts weiter tun.

Ihnen muss allerdings bewusst sein, dass der Arbeitgeber Ihnen wohl eher ein mäßiges Arbeitszeugnis ausstellen wird, wenn Sie auf diese Art und Weise aus der Firma ausscheiden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 06.01.2019 | 10:09

Sehr geehrter Herr Dietrich,

vielen lieben Dank für Ihren fachmännischen Rat.

Wie der Zufall es so will habe ich per 31.12.2018 für die vergangenen 1,5 Jahre ein sehr gutes Zwischenzeugnis erhalten (mein Vorgesetzter hat das Unternehmen verlassen).

Zwar wäre mein Plan nicht die feine englische Art aber für die 4 Monate aus 2019, wovon 5 Wochen regulärer Urlaub war und ich 5-7 Wochen gearbeitet habe und den Rest krank war wohl nicht so risikoreich, oder?

Besten Dank und viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.01.2019 | 10:15

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Risikoreich ist es nicht, wenn Sie eine ordnungsgemäße Krankmeldung vorlegen. Dann kann der Arbeitgeber im Prinzip nichts machen. Vorsicht sollte man beim Posten von Fotos in sozialen Medien walten lassen, um die Glaubwürdigkeit der Erkrankung nicht zu gefährden.

Wenn Sie erst gerade ein Zwischenzeugnis erhalten haben, ist das sehr gut für Sie. Dann hat der Arbeitgeber nämlich keine große Möglichkeit zu rechtfertigen, wie sich Ihre Arbeitsleistung in kurzer Zeit so verschlechtert haben soll.

Viele Grüße
Alexander Dietrich

Bewertung des Fragestellers 08.01.2019 | 07:22

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