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Eigenkapital absichern vor einem Immobilienkauf


| 08.09.2017 10:49 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 2015 bin ich verheiratet (steuerl Zusammenveranlagung/ Keine Gütertrennung und kein Ehevertrag).
Vor der Eheschließung konnte ich etwas Geld sparen. Nehmen wir nur als Beispiel 50tsd Euro an. Dies könnte ich durch Kontenauszüge nachweisen.
Meine Frau kam ohne ein Eigenkapital in die Ehe. Wir haben jetzt auch einen gemeinsamen Sohn.

Jetzt sind wir an dem Punkt angekommen um darüber nachzudenken eine Immobilie zu kaufen und würde mein angespartes Kapital vor der Ehe und was nach der Ehe noch eingespart wurde für den Immobilienkauf beilegen.

Jetzt stelle ich mir die Frage, nur für den Fall, sollte es später mal zu einer Scheidung kommen
- was passiert mit diesen 50tsd (vor der Ehe)?
- Wird dieses Geld beim Zugewinnausgleich mit berücksichtigt? Normal gilt nur das was nach der Ehe angespart wurde.
- Wie ist es aber wenn mein Anteil in Immobilie investiert wurde?
- Wenn die Immobilie verkauft wird, wird mein Anteil heraus gerechnet?
- Habe ich überhaupt eine Chance dieses Geld wieder zu sehen? Wenn ja nur wie?
- Welche Alternative gäbe es mich abzusichern noch vor einem Immobilienkauf?
- Wäre es besser zwei Kredite aufzunehmen um zB Grundstück von meinem Kapital zu kaufen und ein Haus sepparat?

Vielen Dank für jeden Rat und Tipps wie ich am Besten verfahren sollte bzw Alternativen wären
Mit freundlichen Grüssen
Walter Satvanyi
08.09.2017 | 13:47

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Bei der Scheidung (beim Zugewinnausgleich) werden Anfangsvermögen und Endvermögen mit einander verglichen. (Endvermögen - Anfangsvermögen = Zugewinn). Der Zugewinn wird sodann hälftig zwischen den Parteien aufgeteilt.

Ihrem Beispiel folgend hatten Sie als Anfangsvermögen 50.000 €, Ihre Ehefrau 0 €. Nach der Ehe als Beispiel haben sie beide 0 € sowie hälftigen Miteigentumsanteil an einem Haus 300.000 €, keine Belastungen). Dann haben Sie einen Zugewinn von 100.000 € und Ihre Frau einen Zugewinn 150.000 €, d.h. Ihre Frau muss Ihnen 25.000 € Zugewinnausgleich zahlen. Ihre 50.000 € bleiben Ihnen (mathematisch erhalten). In der Realität ist es natürlich so, dass immer über Werte des Hauses und des restlichen Vermögens gestritten wird. In der Regel einigt man sich dann um längere Beweisantritte und kostspielige Gutachten zu vermeiden und "zieht die Summen ein bißchen glatt".
Ihre 50.000 € werden im übrigen indexiert (Inflationsbereinigt) zum Zeitpunkt der Trennung.

Das ist die Ausgangslage. Ihre Fragen werde ich im weiteren kurz beantworten:

"- was passiert mit diesen 50tsd (vor der Ehe)? "
Werden beim Zugewinnausgleich als Anfangsvermögen gerechnet.

"- Wird dieses Geld beim Zugewinnausgleich mit berücksichtigt? Normal gilt nur das was nach der Ehe angespart wurde."
Siehe oben

"- Wie ist es aber wenn mein Anteil in Immobilie investiert wurde?"
Das Geld ist noch da, nur eben im Haus und muss angerechnet werden. Alle Vermögenswerte werden rechnerisch auf Geld umgerechnet. (Also nicht Immobilie und Bankkonto sondern der jeweilige Wert)

"- Wenn die Immobilie verkauft wird, wird mein Anteil heraus gerechnet?"
Der Verkauf der Immobilie steht unabhängig neben dem Zugewinnausgleich.

"- Habe ich überhaupt eine Chance dieses Geld wieder zu sehen? Wenn ja nur wie?"
Siehe oben

"- Welche Alternative gäbe es mich abzusichern noch vor einem Immobilienkauf?"
Ein Ehevertrag kann helfen Vermögen zu sichern. Wollen Sie das Kapital einsetzen, ließe sich an eine Klausel denken, dass Sie den "Eheleuten" ein Darlehen gewähren und dieses im Grundbuch absichern lassen. (Teuer, unpraktikabel und im Zweifel erhöht ein weiteres Darlehen die Bankzinsen und senkt den Wiederverkaufswert).

"- Wäre es besser zwei Kredite aufzunehmen um zB Grundstück von meinem Kapital zu kaufen und ein Haus sepparat?"
Nein, da alles kapitalisiert wird, macht es keinen Unterschied. Das Haus wird fest mit dem Grundstück verbunden und gehört dem Grundstückseigentümer. Es macht rechnerisch auch keinen Unterschied: Ausgangslage wie oben; Ihnen gehört das Haus am Ende der Ehe alleine - Ihr Zugewinn 250.000 €, Zugewinn Ihrer Frau 0 € = sie sind ausgleichspflichtig in Höhe von 125.000 €.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrageoption.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt




Bewertung des Fragestellers 11.09.2017 | 11:18


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