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Eigenheimzulage vorbehaltenes Wohnrecht


| 17.11.2006 13:52 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe im Dez 05 das Haus meiner Eltern entgeltlich erworben.
Nutzen und Lasten sind in 2005 übergegangen.Dabei habe ich Schulden übernommen (140 T€) und einen weiteren Betrag bar (10T€) bezahlt. Es handelt sich bei dem Haus um ein Einfamilienhaus mit 250 qm Wohnfläche. Dieses bewohnen meine Eltern im Untergeschoss (150qm) und meine Frau und ich im Obergeschoss (100qm).

M.E. handelt es sich hier um insgesamt eine Wohnung, da die Einheiten baulich nicht voneinander getrennt sind. Bevor meine Frau und ich in den oberern Bereich einzogen, wohnten im ganzen Haus meine Eltern mit 4 Kindern. Mittlerweile sind alle meine Geschwister ausgezogen. Der Wohnbereich oben hat keinen eigenen Hauseingang, keine eigene Klingel. Wir erreichen unseren Wohnbereich durch das im Untergeschoss liegende Kaminzimmer und das offene Treppenhaus. Die Bereiche der Wohnung meiner Eltern sind hiervon nur teilweise durch abschließbare Türen abgegrenzt.Darüber hinaus gibt es keine separaten Verbrauchszähler (Strom, Gas...)
Meinen Eltern wurde mit dem Kaufvertrag ein lebenslanges Wohnrecht im unteren Bereich eingeräumt. Dieses wurde im Grundbuch eingetragen. Gleichzeitig wurden durch separaten Vertrag die Erbansprüche geregelt. Meine Eltern zahlen keine Miete. Sie beteiligen sich an den Nebenkosten.
Frage:
Habe ich Anspruch auf die (volle) Eigenheimzulage? Gehen Sie davon aus, daß die personlichen Vorraussetzungen zutreffen.
Handelt es sich bei dem Wohnrecht um ein "vorbehaltenes" Wohnrecht?

Vielen Dank im voraus für Ihre Anmerkungen
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Was im steuerrechtlichen Sinne unter einer Wohnung zu verstehen ist, ist genau festgelegt. Dazu gehört u.a., dass die Wohnung baulich abgeschlossen sein muß und über einen eigenen Zugang verfügt.

Nach Ihren Angaben besitzt Ihr Haus zwar zwei räumlich voneinander abgegrenzte Wohneinheiten, jedoch keine zwei Wohnungen, die gegeneinander abgeschlossen sind und für die jeweils ein eigener Zugang vorhanden ist. Für die Eigenheimzulage gilt Ihr Haus daher als "Einfamilienhaus", mit der für Sie vorteilhaften Folge, dass Sie die Eigenheimzulage für die gesamten Anschaffungskosten der Immobilie erhalten. Daran ändert es auch nichts, dass Ihr Haus, sofern es älter ist, vermutlich im Einheitswertbescheid als "Zweifamilienhaus" eingestuft ist. Diese Einstufung rührt daher, dass die Finanzverwaltung früher an eine Wohnung andere Kriterien angelegt hat.

Von einem "vorbehaltenen Wohnrecht" spricht man dann, wenn - wie in Ihrem Fall - der bisherige Eigentümer sich bei der Übertragung der Immobilie vom neuen Eigentümer ein Wohnrecht einräumen läßt. Dagegen liegt ein "zugewendetes Wohnrecht" dann vor, wenn der Eigentümer der Immobilie dem Berechtigten dieses ohne einen Eigentumswechsel gewährt.

Mit freundlichen Grüßen


Achim Schroers
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 17.11.2006 | 15:31

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Schroers,

vielen Dank für Ihre super schnelle Antwort!!

Führt das, wie in meinem Fall vorliegende "vorbehaltene Wohnrecht" meiner Eltern für die Räume im unteren Bereich zu einer Einschränkung der Eigenheimzulage/Kürzung der Bemessungsgrundlage (AK für das gesamte Haus = 150 T€)?


Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.11.2006 | 19:07

Sehr geehrter Fragesteller,

da es sich steuerechtlich nur um eine Wohnung handelt, die Sie zudem selbst nutzen, steht Ihnen die Eigenheimzulage für das gesamte Objekt zu. Dass Ihre Eltern ebenfalls in dieser Wohnung leben, ist unerheblich. Eine Einschränkung der Eigenheimzulage müssen Sie deshalb also nicht befürchten. Auch eine Kürzung der Bemessungsgrundlage für die Eigenheimzulage aufgrund des Wohnrechts kommt nicht Betracht. Die Frage stellt sich vielmehr umgekehrt: Stellt die Einräumung des Wohnrechts ein Entgelt für die Übertragung des Hauses dar, das somit bei Ihnen zu höheren Anschaffungskosten führt? Allerdings ist auch dies nicht der Fall und im übrigen für Sie wegen des Erreichens der Fördergrenze (1 % der AK, max. 1.250,00 EUR) auch unerheblich.

Mit freundlichen Grüßen

RA Schroers

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