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Eigenheimzulage und Trennung


30.11.2005 11:59 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammen mit meiner Frau kaufte ich zum 31.12.2002 eine Eigentumswohnung (50:50). Wir beantragen daraufhin Eigenheimzulage und bekamen diese auch (zuvor hatte noch keiner EHZ bezogen, also kein Objektverbrauch).
Im August 2004 erfolgte die Trennung. Meine Frau zog mit dem (einzigen) Kind in eine neue Wohnung. Wir bekamen also für 2004 noch die volle EHZ.

Seit 01.01.2005 veranlagen wir nun getrennt, der Sohn lebt weiterhin bei der (nicht berufstätigen) Frau und sie bekommt seit 01.01.2005 auch das Kindergeld direkt überwiesen. Ich bezahle für sie und den Sohn vollständigen den Unterhalt.

Zum 31.12.2005 wurde in einem vor dem Notar geschlossenen Vertrag der Übergang ihrer Wohnungshälfte von mir zu ihr festgelegt.

Nun wollte ich die EHZ für 2005 und künftig beantragen, man sagte mir aber, daß ich mit meinen ca. 43000 E Brutto über der Grenze liege.

Daher nun die Frage:
kann der Sohn, für den ich ja immerhin voll Unterhalt bezahle, nicht auf die Einkommensgrenze angerechnet werden? (also (70.000+30.000)/2 = 50.000)

Falls der Kindergeldbezug der Ehefrau das Problem ist:
läßt sich dies durch Änderung des Kindergeldbezugs im Dezember von ihr zu mir noch heilen? (falls das überhaupt noch so kurzfristig möglich ist)
30.11.2005 | 13:03

Antwort

von


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Sehr geehrter Rechtssuchender,

hierbei handelt es sich um eine durchaus komplizierte Frage.
Grundsätzlich gilt erst einmal, dass sich Ihre Einkunftsgrenze für Ihr Kind dann um 30.000,- EUR erhöht, wenn Sie im Einzugsjahr die Kinderzulage erhalten.
Nur bei Eltern, die sich getrennt veranlagen lassen und für beide Miteigentumsanteile an einer gemeinsamen Wohnung die Eigenheimzulage beantragen, erhöht sich die Einkunftsgrenze für das gemeinsame Kind um jeweils 15.000 EUR. Da Sie anscheinend aber eine neue Wohnung in Alleineigentum gefördert haben wollen, träfe dies nicht zu.

Sie bekommen Kinderzulage, wenn Sie den Fördergrundbetrag nach Eigenheimzulagegesetz bekommen und Ihnen ein Kinderfreibetrag zusteht und das Kind zu Ihrem inländischen Haushalt gehört oder zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw Fertigstellung der Wohnung zu ihrem Haushalt gehörte.

Eine mögliche Strategie wäre also, wenn Sie wieder mit Ihrer Frau und dem Kind zusammenziehen, da sie lediglich eine gemeinsame Familienwohnung mit dem Kind begründen müssen. Das Kind muss also nicht zwangsläufig in der geförderten Wohnung leben. Eine zweite Möglichkeit wäre, dass das Kind im Jahr der Anschaffung bei Ihnen in der Wohnung lebt.

Lassen Sie diese Optionen aber unbedingt noch einmal durch einen Steuerberater oder Anwalt prüfen. Hierbei sollte auch geprüft werden, inwieweit durch Geltendmachung von Werbungskosten Ihre positiven Einkünfte unter die Einkunftsgrenze abgesenkt werden können. Des Weiteren ist bzgl der Eigenheimzulage allergrösste Eile geboten, da anscheinend die Antragsfrist im Januar abläuft.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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