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Eigenheimzulage - neuer Wohnraum notwendig?


29.12.2005 11:52 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Das Haus meines Schwiegervaters wäre Zwangsversteigert worden. Wir haben die Schulden bei den Gläubigern bezahlt, im Gegenzug wurde das Haus beim Notar als ABKAUF verbrieft und meiner Frau zugeschrieben. Somit haben wir ganz normal das Haus käuflich erworben. Meine Frau überlässt dieses Haus wo vorher auch schon ihr Schwiegervater wohnte ihm unentgeltlich. Da wir dachten wir könnten dann für dieses Haus die Eigenheimzulage beantragen, das Gesetz sieht ja vor dass wenn es an enge Angehörige unentgeltlich überlassen wird, die Eigenheimzulage beantragt werden kann.
Das Finanzamt sagt aber das wir somit keinen neuen Wohnraum geschaffen haben weil der Schwiegervater vorher schon in diesem Haus gewohnt hat. Trifft das zu?
29.12.2005 | 12:24

Antwort

von


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Sehr geehrter Rechtssuchender,

auch ich kann der Begründung des Finanzamtes nicht ohne weiteres beipflichten. Um nämlich Eigenheimzulage zu bekommen, muss nicht notwendig neuer Wohnraum geschaffen werden, sondern es reicht, wenn der Berechtigte eine bereits bestehende Wohnung kauft.
Nicht begünstigt werden allerdings der Abkauf vom Ehegegatten, wenn Sie zum Anschaffungszeitpunkt steuerlich zusammenveranlagt werden.
Dies wäre bei Ihnen allerdings nicht der Fall, da ja der "Kauf" vom Vater bzw Schwiegervater erfolgte.

Auch wenn der Angehörige vorher schon Eigentümer der Immobilie war, kann dann die Wohnung weiterhin kostenlos an Ihn überlassen werden. Was allerdings auf keinen Fall gemacht werden darf ist, dass sich der früherer Eigentümer und Angehörige sich im Rahmen des Übergabevertrages ein Wohnungsnutzungsrecht vorbehalten hat. Dann können Sie keine Eigenheimzulage beantragen.

Wichtig ist meiner Ansicht nach, dass die Schuldenbereinigung auch tatsächlich als Kaufpreis fungierte. Probleme könnten Sie bekommen, wenn Sie einfach nur die Schulden getilgt haben und dann im Gegenzug quasi die Wohnung geschenkt bekommen haben.

Ich rate Ihnen aber zunächst, gegen den Ablehnungsbescheid des Finanzamtes umgehend unbegründet Einspruch einzulegen(muss innerhalb eines Monats nach Zugang des Bescheides erfolgen) um Ihre Rechte zu wahren.
Tun Sie dies per Einschreiben mit Rückschein und machen Sie sich eine Kopie des Einspruchsschreibens für Ihre Unterlagen. Das außergerichtliche Einspruchsverfahren vor dem Finanzamt ist kostenlos.

Danach müsste aber vertieft geprüft werden, ob die Schuldentilgung als Anschaffungskosten iSd Eigenheimzulagegesetz anzusehen sind.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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